Die Öko-Highlights der IAA 2009
Die Ente wird grün

Der Trend auf der IAA: Die Hersteller pappen die Verbrauchsangaben ihrer Kostverächter auf die Türen. Das ist der Optik nicht zuträglich, entspricht jedoch dem Geist der Messe. Aber es gibt auch Höhepunkte der grünen Art.
- Stephan Bähnisch
Oh Gott, die haben die selige Ente platt gemacht. Citroën färbt das grüne Gewissen roasarot ein – immerhin die Modefarbe in Paris im kommenden Frühjahr – und hat die Reminiszenz an den 2CV mit einem Einzelsitz und einer Chaisselounge kombiniert. Die lässt das Lümmeln auf rotem Samt als ultimative Verführung zu. REVOLTe – ein Mix aus "Revolution" und "Volt" – wird Fans der Ente sicher nicht glücklich machen, aber sie bringt lustige Ideen mit. Zum Beispiel eine cool designte Babyschale neben dem Fahrersitz, der aussieht wie ein Sitz aus einem künftigen Space-Shuttle. Unter der Haube teilen sich ein Duo aus Elektroantrieb und Benziner den Platz. Details zum 3,68 Meter kurzen, dafür aber 1,35 Meter flachen Designerhappen nennen die Franzosen nicht. Wesentlich bodenständiger ist da der neue C3 mit 90-PS-HDi. Mit modifiziertem Kühlergrill und länger übersetztem Getriebe pustet der gerade mal 99 Gramm CO2 in die Luft, beim Verbrauch steht die drei vorm Komma. Sauber.
Hier geht es zur IAA Sonderseite

Komische Kisten aus Indien

Hyundai wird zur Öko-Marke
Auch Hyundai gibt sich ausgesprochen sauber: Zwei wilde Studien und der seriennahe i10 Electric zeigen Wege für die Zukunft. Der i10 mit 67 Elektro-PS wird bereits 2010 in Korea erprobt. Spektakulär wird es mit der Studie iX-Metro. Der 3,93 Meter lange Crossover ist im unteren B-Segment angesiedelt und macht richtig was her. Sein Dreizylinder mit gerade einem Liter Hubraum soll dank Turbo-Power und Direkteinspritzung auf 125 PS kommen. Kombiniert wird er mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Hyundai verspricht einen CO2-Ausstoß von gerade mal 80 Gramm pro Kilometer, macht rund drei Liter Verbrauch auf 100 Kilometern. Der Hyundai Blue-Will ist in jeder Hinsicht auf Öko getrimmt. Das aerodynamisch optimierte Design hilft beim Spritsparen, innen wie außen kommt sogenanntes "Bio-Plastik" zum Einsatz. Auf herkömmliche Instrumente verzichtet Hyundai, stattdessen kommen hypermoderne LED-Folien zum Einsatz. Der Kompakte misst 4,30 Meter in der Länge, kombiniert einen 152 PS-Benzindirekteinspritzer mit 136 Elektro PS.
Fast alle ziehen mit

Service-Links