Wenn Geld keine Rolle spielt: Autos für viele Millionen Euro
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Ein ganz schön teurer Weltrekord: 135 Millionen Euro zahlte ein Sammler 2022 für einen Mercedes 300 SLR "Uhlenhaut“. Weitere millionenschwere Autos.
Bild: Mercedes
No limits nennen Pokerspieler eine Partie, bei dem es in Sachen Einsatz nach oben keine Grenze gibt. Es gibt indes auch Autoenthusiasten, die bei der Jagd nach dem nächsten Statussymbol keine Grenzen kennen. Wenn Geld keine Rolle spielt…
Bei einer Auktion im Mai 2022 zahlt ein anonymer Privatmann die Kleinigkeit von 135 Millionen Euro für einen Mercedes 300 SLR "Uhlenhaut“. Damit wurde der Preis für den bis dahin teuersten Oldtimer geradezu pulverisiert: Zuvor lag der Rekord für den teuersten Oldtimer der Welt bei 41,6 Millionen Euro für einen Ferrari 250 GTO von 1963.
Der Mercedes 300 SLR "Uhlenhaut" galt damals als das Nonplusultra deutscher Ingenieurskunst.
Bild: Mercedes
Nur zwei "Uhlenhaut" gebaut
Von dem 300 SLR "Uhlenhaut" baute Mercedes Mitte der 1950er Jahre nur zwei Exemplare und kämpfte damit um Siege auf den Rennstrecken dieser Welt. Die geschlossenen Rennwagen galten damals als das Nonplusultra deutscher Ingenieurskunst und sind nach dem Daimler-Benz-Vorstand Rudolf Uhlenhaut benannt.
Dagegen ist der Rolls-Royce Boat Tail mit einem Neupreis von 26 Millionen Euro geradezu ein Schnäppchen – aber immerhin noch das teuerste Serienauto 2022. Falls man bei nur drei gebauten Exemplaren überhaupt von einer Serie reden kann. Rund 1.800 Bauteile soll die Luxusmarke mit der "Spirit of Ecstasy" als Kühlerfigur exklusiv nur für dieses Modell entwickelt haben. Wie der Name schon verrät, ähnelt das Design eher einer Luxusyacht denn einem Auto. Gerüchten zufolge soll sich das Musikerpaar Jay-Z und Beyoncé so ein "Schiff" gesichert haben.
Dieser McLaren F1 wechselte 2022 für 17,4 Millionen Euro den Besitzer.
Bild: Gooding & Company / Mike Maez
Le-Mans-Sieger für 17 Millionen Euro
Für nur 17,4 Millionen Euro wechselte im vergangenen Jahr ein McLaren F1 den Besitzer. Der neue Eigentümer ist unbekannt. Mit der Rennversion dieses Straßensportwagens holte sich die britische Manufaktur, Motorsportfans vor allem ob ihrer Erfolge in der Formel 1 bekannt, gleich beim ersten Einsatz den Gesamtsieg bei den 24-Stunden von Le Mans.
Schlappe 15 Millionen Euro musste man 2017 für einen Pagani Zonda HP Barchetta auf den Tisch des Hauses legen. Dabei hatte der italienische Sportwagen nicht einmal ein Verdeck, auch keines aus Stoff. 760 PS leistete die Pagani-Flunder. Bei einem Top-Speed von 350 Kilometer pro Stunde war es hinter der Stummel-Frontscheibe wohl ziemlich zugig.
20 Millionen für einen F1-Flitzer
Mit einem Verkaufserlös von rund 20,4 Millionen Euro im Jahr 2013 gilt der Mercedes W196 Monoposto als teuerster Formel-1-Rennwagen aller Zeiten. Aktuelle F1-Boliden schätzen Experten auf einen Wert von rund 15 Millionen Euro. Mit dem 2013 verkauften Mercedes W196 war Motorsportlegende Juan Manuel Fangio 1955 zum F1-WM-Titel gefahren.
Als das Nonplusultra unter den Reiselimousinen galt in den 1930er Jahren Maybach. In den 2000ern kam es zu einer Kooperation des Reifenherstellers Fulda und der inzwischen zum Daimler-Konzern gehörenden Edelschmiede. Mit einem Maybach 57 S als Basis und der Karosserie vom Turiner Karosseriebauer Stola wurden die neuen Hochgeschwindigkeitsreifen Carat Exelero von Fulda besonders wirkungsvoll in Szene gesetzt. Für rund acht Millionen Euro soll der Maybach Exelero 2011 in Privatbesitz übergegangen sein.