Diese Dashcam filmt alles mit
Dreifach-Kamera für maximale Sicherheit: Vantrue N4 Pro

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Mit gleich drei Kameras tritt die Vantrue N4 Pro im Einzeltest an. AUTO BILD hat getestet, wie verlässlich sie aufnimmt und ob die Aufnahmen überzeugen.
Bild: AUTO BILD
Inhaltsverzeichnis
Dashcams werden immer beliebter: Die kompakten Kameras zeichnen das Verkehrsgeschehen auf und können im Ernstfall wertvolle Beweise liefern. Moderne Modelle filmen nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten und in den Innenraum – für mehr Sicherheit und Überblick im Auto. Die Vantrue N4 Pro erfasst das Geschehen aus drei Richtungen. Im AUTO-BILD-Test zeigt sich, wie zuverlässig sie arbeitet und wie gut die Ergebnisse ausfallen. Unseren ausführlichen Dashcam-Test finden Sie hier!
Die Vantrue N4 Pro setzt auf zwei zylinderförmige Kameramodule. Die kleinere Einheit dient als Rückkamera und wirkt optisch eher unscheinbar. Deutlich interessanter ist die Hauptkamera mit ihren Maßen von 12,4 x 4,2 x 5,9 Zentimetern (HxBxT). Sie beherbergt gleich zwei Objektive – eines für die Frontansicht und eines für die Innen- beziehungsweise Rückansicht. Zwar wirkt das Hauptmodul insgesamt recht voluminös und ist während der Fahrt sichtbar, doch störend oder ablenkend ist es nicht.

Die Frontkamera fällt zwar recht groß aus, schränkt das Sichtfeld jedoch kaum ein.
Bild: AUTO BILD
Sowohl die Front- als auch die Heckkamera werden mit einer Klebehalterung fixiert. Im Test ließ sich die Befestigung unkompliziert anbringen und erwies sich als sehr stabil. Praktisch: Die Frontkamera kann jederzeit aus der Halterung genommen werden – ideal, wenn man sie nach der Fahrt mitnehmen und so vor Diebstahl schützen möchte. Die Rückkamera bleibt hingegen dauerhaft verklebt. Etwas aufwendiger gestaltet sich die Verkabelung. Im Lieferumfang liegt ein Adapterkabel (USB-C auf Zigarettenanzünder) bei, alternativ kann auch ein gewöhnliches USB-C-Kabel genutzt werden, sofern im Fahrzeug eine passende USB-Buchse mit ausreichender Spannung vorhanden ist. Zusätzlich enthält das Set ein weiteres USB-C-Kabel, das die Verbindung zwischen Front- und Rückkamera herstellt. Um störende Kabel im Innenraum zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Leitungen – wenn möglich – unter der Verkleidung zu verlegen.

Die Rückkamera ließ sich ohne Aufwand anbringen.
Bild: AUTO BILD
Die Inbetriebnahme der Vantrue N4 Pro gestaltet sich ebenso unkompliziert wie die Montage. Das Menü führt Schritt für Schritt durch die grundlegenden Einstellungen, sodass die Dashcam in kurzer Zeit einsatzbereit ist. Wer Parameter wie Auflösung oder die Sensibilität des G-Sensors anpassen möchte, hat zwei Optionen: Entweder über die Tasten an der Unterseite der Kamera oder bequem per Smartphone-App. Der Hersteller stellt hierfür eine eigene Anwendung für iOS und Android bereit, die eine kabellose Verbindung via WLAN zur Dashcam aufbaut. Die App ist klar strukturiert und ermöglicht eine komfortable Steuerung zahlreicher Funktionen. Wichtig ist allerdings: Anpassungen sollten aus Sicherheitsgründen ausschließlich im Stand vorgenommen werden – nicht während der Fahrt.

Mit der Vantrue-App können zahlreiche Einstellungen der Dashcam vorgenommen werden.
Bild: Vantrue
Nach der Einrichtung arbeitet die Vantrue N4 Pro weitgehend automatisch. Sie erstellt fortlaufend kurze Videoabschnitte und überschreibt ältere Clips, sobald die Speicherkarte voll ist. Kommt es zu einem Unfall, wird eine geschützte Notfallaufnahme gespeichert. Rechtlich ist das unbedenklich. Die Länge der Schleifen lässt sich individuell auf eine, drei oder fünf Minuten einstellen. Idealerweise aktiviert sich die Dashcam bereits bei einer starken Bremsung. Im Test (Vollbremsung aus 50 km/h, Werkseinstellungen) reagierte das Gerät jedoch nicht. Erst bei höher eingestellter Empfindlichkeit griff der G-Sensor – mit dem Nachteil, dass die Karte schnell mit unnötigen Dateien, etwa durch das Fahren über Kopfsteinpflaster, gefüllt werden kann. Praktisch: Eine Notfallaufnahme lässt sich jederzeit auch manuell starten. Dafür gibt es an der linken Seite der Kamera einen gut erreichbaren roten Knopf.

Bild: AUTO BILD
Ihre Stärken zeigt die Vantrue N4 Pro vor allem bei der Bildqualität. Die Frontkamera liefert mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln (4K) gestochen scharfe Aufnahmen, die sich bestens als Beweismaterial eignen. Die Innen- und Rückkamera filmen in Full HD (1920 x 1080 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde, was für flüssige Bewegungen völlig ausreicht. Im Test überzeugte die Hauptkamera mit natürlichen Farben und hohem Detailgrad. Szenen bei Tageslicht wirken klar und gut ausgeleuchtet, selbst breite Autobahnabschnitte werden zuverlässig erfasst. Lediglich ein leichtes Bildrauschen auf dem Asphalt war sichtbar – störend ist das jedoch kaum.

Tagsüber sorgt die N4 Pro für gute Bildqualität.
Bild: Vantrue
Besonders überzeugen konnte die Vantrue N4 Pro bei Nachtfahrten. Kennzeichen bleiben klar lesbar, das Bild ist weder über- noch unterbelichtet, und selbst die Farben umliegender Fahrzeuge werden ordentlich wiedergegeben. Damit zählt sie zu den Dashcams mit der besten Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen. Auch die Aufnahmen der Innen- und Heckkamera liefern solide Ergebnisse und ermöglichen einen zuverlässigen Rundumblick.

Die Vantrue N4 Pro überzeugt auch bei eingeschränkter Beleuchtung mit brauchbaren Aufnahmen.“
Bild: Vantrue
Zusätzlich zu den klassischen Loop-Aufnahmen verfügt die Vantrue N4 Pro über einen Zeitraffer- sowie einen Parkmodus. Damit der Parkwächter zuverlässig funktioniert, wird allerdings ein optionales Hardwire-Kit benötigt (ab etwa 20 Euro), das die Kamera direkt mit der Fahrzeugelektronik verbindet. Auf diese Weise kann das Auto auch im Stand überwacht werden. Darüber hinaus gibt es einen speziellen Einpark-Modus: Er registriert Kollisionen beim Rangieren, etwa beim Rückwärts-Einparken, und speichert die entsprechende Sequenz automatisch ab.
Im Lieferumfang fehlt eine Speicherkarte, empfohlen wird daher mindestens eine microSD mit 64 Gigabyte. Unterstützt werden Karten mit einer Kapazität von bis zu 512 Gigabyte. Die Aufnahmen versieht die N4 Pro mit Wasserzeichen, die Datum, Uhrzeit und GPS-Daten enthalten – praktisch für die Nachvollziehbarkeit. Zusätzlich stellt der Hersteller eine kostenlose Software zur Verfügung, mit der sich unter anderem Beschleunigungskräfte analysieren und die gefahrene Route auf einer Karte darstellen lassen.

Bild: Vantrue
Im Praxistest punktet die Vantrue N4 Pro mit umfangreicher Ausstattung und unkomplizierter Bedienung – sowohl direkt am Gerät als auch über die App. Sie liefert tagsüber wie auch bei Nacht überzeugende Aufnahmen und deckt dank ihrer drei Objektive nicht nur die Front, sondern auch den Innenraum und das Heck ab. Dadurch stehen im Ernstfall oder bei einem Unfall umfassende Beweise zur Verfügung. Zusätzlich werden die Clips mit relevanten Informationen wie Datum versehen. Ein kleiner Nachteil: Der G-Sensor muss erst passend eingestellt werden, damit er zuverlässig reagiert. Insgesamt bietet die Dashcam ein rundes Gesamtpaket, das mit 255 Euro (Preis zum Testzeitpunkt) jedoch nicht zu den günstigsten Modellen gehört. Die Vantrue erreichte im Test die Note 2,2 (gut).
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