Was viele an einem Elektrofahrzeug optisch als störend empfinden, ist der fehlende Kühlergrill. Ohne Frontkühler braucht es eben auch keinen klassischen Grill. Um die Front des Tesla Model Y etwas aufzupeppen, hat das kalifornisches Start-up EVision jetzt ein breites LED-Display vorgestellt, das anstelle der schlichten Front-Kunststoffverkleidung montiert wird.

Display lässt sich einfach per App steuern

Das Display lässt sich ganz einfach per App steuern und ist individuell einstellbar. Letztlich funktioniert der programmierbare Bildschirm wie ein Computermonitor, auf dem sich alles darstellen lässt: von der Spiderman-Grafik über Natur- und Landschaftsbilder bis hin zur Liveübertragung von Fernsehsendungen – und dem symbolträchtigen Kühlergrill von Maserati, Bugatti, Rolls-Royce und Co.
Dank des LED-Bilschirms wird der Tesla zum Rolls-Royce
Dank des LED-Bilschirms wird der Tesla quasi zum Rolls-Royce.
Bild: EVision
Neben dem Model Y wird das Gimmick auch für den Tesal Cybertruck angeboten. Künftig möchte EVision die Displays (kosten zwischen 2500 und 3000 US-Dollar) auch für weitere Elektroautos entwickeln. Der Einbau soll innerhalb von zwei Stunden erledigt sein.
Tesla Model Y mit Evision-Front
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Beliebige Motive lassen sich auf dem Display anzeigen.
Bild: EVision
Laut Hersteller soll das Display sehr robust sein und allen Wetterbedingungen trotzen. Wie es aber beispielsweise auf Steinschlag oder Parkrempler reagiert, wird nicht verraten.

In Deutschland undenkbar

Wer jetzt darüber nachdenkt, sein in Deutschland zugelassenes Model Y mit dem neuen Frontdisplay auszurüsten, wird vermutlich enttäuscht. Denn in Deutschland ist gesetzlich genau geregelt, welche Beleuchtung Kraftfahrzeuge haben dürfen. Für Pkw gilt, dass weißes und gelbes Licht nach vorne leuchten darf und rotes nach hinten. Also ein Display, das in der Lage ist, selbst kunterbunte Botschaften zu senden, bekäme hier sicherlich keine Zulassung.

Fazit

An sich ist das Konzept der digitalen Front des Start-ups eine coole Idee. Ich befürchte allerdings, dass es an der Praktikabilität im Alltag scheitern wird. Für mich ist es kein Verlust, dass es so was vermutlich niemals in Deutschland geben wird.