Drehmomentschlüssel im Test

Drehmomentschlüssel im Test

Drehmomentschlüssel: Test

Wer knackt richtig?

Drehmomentschlüssel im Test: Für den Reifenwechsel ist dieses Spezialwerkzeug unverzichtbar – AUTO BILD hat zehn Schlüssel zu Preisen von 24 bis 240 Euro ausprobiert.

Drehmomentschlüssel im Test

Platz Bild Produkt Preis* Gesamt-Punkte**
1. Hazet 5122-3 CT 135,12 Euro 5
(5/5/5)
2. Gedore Torcoflex 3550-20 UK LS 4 95,99 Euro 4,5
(4,5/4,5/4)
3. Wera Click-Torque C3 111,61 Euro 4,5
(4/4,5/4,5)
4. Garant 656 050 200 239,19 Euro 4
(4,5/4/4)
5. Proxxon Industrial MC 200 67,00 Euro 4
(4/4/3,5)
6. Goodyear 75522 48,80 Euro 3,5
(3,5/3,5/3,5)
7. Famex 10865 59,90 Euro 3,5
(3,5/3,5/3,5)
8. Lux Tools 29,99 Euro 2,5
(2,5/2,5/2)
9. Michelin Torque Wrench MTW-210 34,65 Euro 1,5
(1,5/2/1,5)
10. Cartrend 23,57 Euro 1,5
(1/2/1,5)
*Preise: UVP; **Auslösegenauigkeit/Handling/Verarbeitung
AUTO BILD hat zehn Drehmomentschlüssel im Test – reicht der Billigheimer für rund 24 Euro, oder sollte man mehr Geld investieren? Für den Reifenwechsel müssen bei modernen Autos so gut wie alle Schraubverbindungen mit einem vom Hersteller definierten Drehmoment angezogen werden, auch die Radschrauben nach dem Reifentausch. Dafür benötigt man einen Drehmomentschlüssel, an dem sich der entsprechende Wert vorab einstellen lässt – in der Regel durch Verdrehen des Handgriffs. Wenn das gewünschte Drehmoment erreicht wird, ist ein sattes Knacken zu hören. Zudem spürt man die Auslösung am Griff. Verantwortlich hierfür sind eine Feder, eine Kugel und eine Kugelpfanne im Inneren des Werkzeugs. Die Feder übt einen definierten Druck auf die Kugel aus, diese springt bei einer bestimmten Kraft aus der Pfanne und löst damit aus. Je höher die Vorspannung der Feder, desto höher das Drehmoment. (Unseren aktuellen Winterreifen-Test 2019 finden Sie hier.)

Billige Drehmomentschlüssel sind deutlich ungenauer

Praktisch: Das Modell von Hazet lässt sich einhändig sperren und öffnen.

Für den Drehmomentschlüssel-Test hat AUTO BILD zehn Modelle ausprobiert, die den gängigen Bereich von 40 bis 200 Newtonmeter abdecken – vom 240 Euro teuren Profi­-Werkzeug bis zum Billigprodukt für rund 24 Euro. Wichtigstes Prüfungskriterium ist die Genauigkeit der Auslösung. Hier beeindruckt besonders das Hazet­-Modell durch hohe Präzision und Gleichmäßigkeit – die Abweichung betrug bei unseren Messungen im Schnitt weniger als ein Prozent. Bei den Billigschlüsseln von Michelin, Lux Tools und Cartrend dagegen lag die Differenz bei bis zu 15 Prozent. Einfache Bedienbarkeit und eine gut ablesbare Skala erleichtern das intensive Arbeiten mit dem Drehmomentschlüssel. Auch hier kann der Hazet­-Drehmomentschlüssel überzeugen, genauso wie die Werkzeuge von Gedore, Garant, Wera und Proxxon. Im Gegensatz dazu sind die schlecht gestanzten, kleinen Skalentabellen von Michelin und Cartrend nur schwer erkennbar. Dazu kommt die unbequeme Vorwahl: Richtung Maximalwerte lassen sich die Drehgriffe kaum noch bewegen. Das machen die Werkzeuge von Goodyear und Famex deutlich besser. Für Hobbyschrauber, die nicht täglich Schrauben anziehen müssen, sind sie genau die richtige Wahl.
Fazit: In jede vernünftige Schrauberwerkstatt gehört ein Drehmomentschlüssel. Unser Test zeigt: Es muss nicht immer der teuerste sein. Schon ab 49 Euro gibt es ordentliche Drehmomentschlüssel. Ganz billige Modelle sind nicht zu empfehlen. Tipp: Zur Schonung der Mechanik den Drehmomentschlüssel nach der Arbeit immer entspannen und nicht zum Lösen festsitzender Verbindungen missbrauchen.

Drehmomentschlüssel im Test

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Autoren: Christian Bruns,

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