Passen Haute Couture und SUV zusammen? Mit dem DS 7 Crossback lancierten die heute zu Stellantis zählenden Franzosen 2017 ihr erstes eigenständiges Modell, ein modisch angehauchtes SUV. Die Basis lieferte – wie bereits bei den volkstümlicheren Schwestermodellen Peugeot 3008 und Opel Grandland X – die konzerneigene EMP2-Plattform.
Erste Fahrzeuge wurden ab Anfang 2018 ausgeliefert. Und dank 7000 hierzulande verkauften Einheiten finden sich am Markt langsam immer mehr Gebraucht-Offerten unter 25.000 Euro.

Ein Beispiel ist unser im Juli 2019 erstzugelassenes Fotofahrzeug vom Autohus in Bockel bei Bremen. Neu kostete der feine Franzose laut Schwacke-Datenbank vor drei Jahren noch 40.830 Euro. Nach 108.604 Kilometern kostet er in edlem Schwarz, auf 19 Zoll großen Peking-Alufelgen sowie mit Panoramadach und Sitzheizung noch 24.980 Euro.

DS 7 Crossback gebraucht: Mehr Aufmerksamkeit schindet auch ein Q5 nicht

Seine Sonderstellung im Marken- und Modellportfolio betont der auf Vordersitzen und Rückbank erfreulich geräumige Franzose durch zahlreiche optische Akzente, die sich um eine scharfe Abgrenzung gegenüber den Geschwistermodellen bemühen.
Am Bug der sportiv designten Karosserie sitzt ein funkelnder Kühlergrill mit großem Lufteinlass nebst LED-Leuchten im Diamanten-Stil. Mehr Aufmerksamkeit schindet gewiss auch kein Audi Q5 oder BMW X3.
DS7 Crossback
Individualisten soll der DS 7 Crossback besonders ansprechen. Das SUV wird dem Ruf des komfortablen Franzosen gerecht.

Unterwegs wird dank adaptiver Dämpfer auch ohne das 2017 von Citroën in Rente geschickte Hydraktiv-Fahrwerk softes Gleiten großgeschrieben. Auf den großen, weich gepolsterten Sesseln lässt es sich auch nach drei Jahren noch prima aushalten.
Dazu passt die angenehm niedrige Geräuschkulisse des Franzosen mit optionalem Dämmglas. Bemühungen um ein eigenständiges Premium-Interieur-Ambiente sind an hochwertigen Oberflächen, metallisch schimmernden Schaltern und einer insgesamt gelungenen Verarbeitung erkennbar.

Auch digital hält der DS 7 den Klassen-Anschluss

Zeigen sich nach gut zweieinhalb Erdumrundungen spürbare Alterserscheinungen? Auf der ausgedehnten Probefahrt scheppert nichts. Nur die Schaltkulisse und die Einstiege sehen etwas mitgenommen aus.
Und auch digital hält der DS 7 den Klassen-Anschluss: Das Bordinfotainment bietet neben TomTom-Navigationskarten eine praktische Carplay-Anbindung. Extras wie die gut funktionierende Nachtsichtkamera kosteten jedoch wie die meisten Assistenten Aufpreis und wurden daher längst nicht immer verbaut.

Technische Daten

DS 7 Crossback BlueHDI 130
Abzweigung
Motor
Abzweigung
Abzweigung
Ventile/Nockenwellen
Abzweigung
Abzweigung
Hubraum
Abzweigung
Abzweigung
Leistung
Abzweigung
Abzweigung
Drehmoment
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschw.
Abzweigung
Abzweigung
0-100 km/h
Abzweigung
Abzweigung
Tank/Kraftstoff
Abzweigung
Abzweigung
Getriebe/Antrieb
Abzweigung
Abzweigung
L/B/H
Abzweigung
Abzweigung
Kofferraumvolumen
Abzweigung
Abzweigung
Leergewicht/Zuladung
Abzweigung
Vierzylinder/vorn quer
4 pro Zylinder/2
1499 cm³
96 kW (130 PS) bei 3750/min
300 Nm bei 1750/min
195 km/h
10,8 s
55 l/Diesel
Sechsgang man./Vorderrad
4573/1895/1618 mm
555-1750 l 
1495/535 kg

Nicht ganz so premium wie erhofft wirken einzelne Details: Eine ausziehbare Beinauflage gibt es nur auf der Fahrerseite, und der Computer vergisst gerne das zuletzt gewählte Ambiente-Lichtthema. Dafür überzeugt der DS 7 mit praktischen Fähigkeiten und gibt Fahrgästen das noble Gefühl, sich vom Mainstream abzusetzen.
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Auf die Fahrleistungen des getesteten BlueHDI 130 (Euro 6d TEMP) trifft dies jedoch nicht zu. Die Stärke der 130 PS starken Dieselversion ist ihre gute Wirtschaftlichkeit. Verbräuche zwischen fünf und sechs Liter sind leicht realisierbar. Und zum relaxten Mitschwimmen im Flachland reicht die Power sowieso.
Ganz im Gegensatz zum nominell gleich starken, aber in der Praxis deutlich schwachbrüstigeren 1200er Dreizylinder-Turbobenziner. Für Linke-Spur-Autobahnfahrten und bergige Regionen sind die stärkeren Versionen empfehlenswerter.

E-Tense Hybrid-Versionen sind deutlich teurer

Empfindlich teurer kommen gebraucht die 225 PS, beziehungsweise als Allradvariante 300 PS starken E-Tense Hybrid-Versionen. Sie starten aktuell in den Gebrauchtbörsen ab 41.400 Euro. Mit dem 13,2 kWh großen Akku sind in der Praxis rein elektrische Reichweiten von maximal 50 Kilometern realistisch. Nicht unüblich, aber eben auch nicht wirklich flott ist die Ladeleistung mit 7,4 kW.
Jüngst gab es ein Facelift: Neben einer überarbeiteten Front, frischen Ausstattungslinien und modernerem Infotainment gibt es jetzt drei Hybridvarianten von 225 bis 360 PS, mit je 14,2 kWh Akkukapazität. Secondhand macht der exotische DS 7 durchaus Sinn: Selten war Haute Couture bezahlbarer und alltagstauglicher.

Unterhaltskosten

Abzweigung
Testverbrauch
Abzweigung
Abzweigung
CO2
Abzweigung
Abzweigung
Inspektion
Abzweigung
Abzweigung
Haftpflicht (18)*
Abzweigung
Abzweigung
Teilkasko (22)*
Abzweigung
Abzweigung
Vollkasko (22)*
Abzweigung
Abzweigung
Kfz-Steuer (Euro 6d-TEMP)
Abzweigung
5,8 l D/100 km
104 g/km
300-500 Euro
500 Euro
617 Euro
934 Euro
288 Euro

Ersatzteilpreise*

Abzweigung
Lichtmaschine (AT)
Abzweigung
Abzweigung
Anlasser
Abzweigung
Abzweigung
Wasserpumpe
Abzweigung
Abzweigung
Zahnriemen
Abzweigung
Abzweigung
Nachschalldämpfer
Abzweigung
Abzweigung
Kotflügel vorn links, lackiert
Abzweigung
Abzweigung
Bremsscheiben und -klötze
Abzweigung
Abzweigung
Infotainmentbildschirm
Abzweigung
Abzweigung
4 Sommerreifen (235/50 R19 99V)
Abzweigung
999 Euro
676 Euro
507 Euro
569 Euro
1285 Euro
1161 Euro
499 Euro
673 Euro
680 Euro

Fazit

von

AUTO BILD
Als Charaktertyp mit besonders komfortabler Note ist der DS 7 Crossback eine Alternative zu deutschen Premiummarken. Fahrwerk, Qualität und Motorisierungen sind jedoch nicht ganz auf Augenhöhe.