DS Automobiles hat am 7. Februar ein neues elektrisches Konzeptfahrzeug vorgestellt. Der Prototyp mit dem Namen DS E-Tense Performance soll als Blaupause für die elektrische Zukunft des Herstellers dienen. Immerhin sollen ab 2025 keinen reinen Verbrenner mehr in einem DS arbeiten.

Das Einzelstück orientiert sich deshalb an Rennwagentechnik aus der Formel E. Die Karbonkarosserie, zwei Motoren mit insgesamt 815 PS, 8000 Newtonmetern und 600 kW Rekuperationsleistung bezeugen diese Ambitionen. Äußerlich soll der Allradler gerade an der Front den Weg weisen.
Die Entwicklung des E-Tense ist stark vom Motorsport beeinflusst. DS ist mit seiner Rennsportabteilung "Performance" in der Formel E vertreten und greift deshalb auf einen reichen Erfahrungsschatz zurück. Seit jeher ein beliebtes Vorgehen unter Autobauern.
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Thomas Chevaucher, Direktor von DS Performance, beschreibt die vorgestellte DS-Studie als „ein Forschungsprojekt, in dem wir das Verhalten der Komponenten analysieren“. Klartext: DS will die Komponente testen, weiterentwickeln und in Serie bringen.
Freilich wären normale Autobesitzer überfordert mit der schieren Leistung des E-Tense, drehen doch 340 PS an der Vorderachse des Franzosen und 475 PS hinten. Mit dem Drehmoment von zwei Lkws und dem Spurt von 0 auf 100 km/h in 2 Sekunden bräuchten Kunden erst eine intensive Einweisung. Doch der E-Tense ist gerade deshalb ein Versuchsfahrzeug. Es geht ums Testen, Datenerheben und Weiterentwickeln.

Nicht nur innerlich gibt die Studie neue Impulse, auch äußerlich möchte DS Zeichen setzen und das Gesicht der (teil-)elektrischen Modelle schärfen. Die schlitzartigen Tagfahrlichter, die sich erst waagerecht an der Schürze halten, dann abrupt abfallen und mit steilem Anstieg wieder auffahren, unterstreichen diese Ambitionen.
Übrigens finden sich vom Tagfahrlicht keine Scheinwerfer eingefasst, sondern Kameras, die Daten zur Verbesserung sammeln sollen. In der Mitte des Grills verbaut DS eine Anzeigetafel, die zu kleinen Animationen fähig ist.

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Studie: DS E-Tense Perfomance französische Elektro-Blaupause


Besonders stolz ist DS, dass sie auf herkömmliche Bremsen verzichten könnten. Mit einer Leistung von bis zu 600 kW rekuperiert der Wagen und echte Bremsen mit Scheiben und Kolben würden überflüssig. Aus Sicherheitsgründen, so schreibt es DS, seien dennoch welche verbaut. Ein bremsenloses Auto dagegen wäre eine echte Innovation.

Fazit

von Jakob Gierth
DS geht von oben nach unten: Im elektrischen Rennsport sind sie erfolgreich und wollen Wissen und Technik übernehmen. Das ist durchaus gewöhnlich in der Branche. Mit diesen Leistungsdaten und Design kommuniziert DS sehr selbstbewusst, wen sie angreifen wollen, der Blick geht nach Bayern. Vollelektrisch werden sie dort nur mit Audi konkurrieren müssen und könnten sich mit einem starken System für die Bremsenergie-Rückgewinnung einen ordentlichen Vorsprung erarbeiten.