DTM: „Meilenstein“ für die DTM
Class-One-Reglement steht

DTM und Super GT haben am Samstag das Class-One-Reglement vorgestellt. Die DTM-Autos bekommen einen neuen Motor und mehr PS.
Es war Knochenarbeit. Detailarbeit, wie DTM-Chef Gerhard Berger es ohne Umschweife nannte. Doch der „Meilenstein“, wie Berger es auch bezeichnete, ist vollbracht: Das Class-One-Reglement steht. Das gaben Berger und Masaaki Bandoh, Vorsitzender des Super-GT-Dachverbandes GTA, im Rahmen des vierten DTM-Events auf dem Norisring bekannt.
„Dieses Reglement ermöglicht es Herstellern und Teams, zu überschaubaren Kosten spektakulären Motorsport auf zwei Kontinenten zu betreiben – und damit viele Menschen zu erreichen“, so Berger weiter. Das gemeinsame Regelwerk basiert auf drei Säulen: Sicherheit, Kostenreduzierung und Chancengleichheit. Die Fahrzeuge beider Serien gleichen sich bereits in vielen Bereichen. Ab der kommenden Saison 2019 setzt die DTM zu 100 Prozent auf das neue Regelwerk. Ein Jahr später sattelt auch die Super GT auf eine für die Langstreckenrennen in Asien minimal modifizierte Version des Reglements um. Man sei damit dem Ziel, in Zukunft zusammen Rennen auszutragen, einen entscheidenden Schritt nähergekommen, so Berger.

Die Weichen für die Zukunft der DTM sind gestellt
Was die Zukunft der DTM betrifft, hält sich Berger weiter relativ bedeckt. „Es laufen sehr viele Gespräche, es gibt noch keine konkrete Lösung. Ich bin es aber gewohnt, Themen voranzutreiben, bis sie gelöst sind. Und ich bin davon überzeugt, dass wir die Themen lösen werden“, so Berger: „Wir haben Aussichten für 2020. Mit dem Reglement werden sich viele Chancen für eine stabile Zukunft öffnen.“
Wichtigste Grundlage des neuen Reglements ist das Gleichteile-Konzept. Dies führt zu einer deutlichen Kostenreduzierung und zahlt gleichermaßen in die Bereiche Sicherheit und Chancengleichheit ein. Komponenten aus nahezu allen Bereichen des Fahrzeugs werden vereinheitlicht und in Europa und Japan hergestellt und vertrieben. Für alle diese Bauteile müssen die beteiligten Hersteller keine kostenintensive Entwicklung mehr betreiben. Herzstück der Fahrzeuge ist das Kohlefaser-Monocoque mit integrierter Sicherheitszelle, das in der DTM bereits seit Jahren zum Einsatz kommt.

Das Class-One-Reglement soll die Serie auffrischen
„Damit kommen wir dem Ritt auf der Kanonenkugel näher. Wir sind auf der Zielgeraden, um dem Fan spektakulären Motorsport zu bieten“, so Berger. Das Plus an Leistung bedarf auch einem Plus an Bremsenergie. Dazu wird das aerodynamische Design des Vorderwagens angepasst, um mehr Kühlung für Motor und Bremsen zu ermöglichen. Darüber hinaus werden sich Front- und Heckdiffusor sowie der Heckflügel ändern, wo für das neue Einheitsreglement die bisherigen Super-GT-Spezifikationen übernommen werden.
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