Die DTM ordnet sich neu! AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr exklusiv: Jetzt steht fest, dass Deutschlands beliebteste Tourenwagebserie ab 2017 nur noch mit 18 Autos fährt, das sind pro Hersteller zwei weniger. Dies hat ein Sprecher der DTM-Dachgesellschaft ITR AUTO BILD MOTORSPORT bestätigt.
Erdbeben auch bei Mercedes: Nach ABMS-Informationen haben die Stuttgarter den Einsatzteams Mücke Motorsport und ART Grand Prix gekündigt. Der Einsatz der sechs Daimler-Boliden soll ab 2017 zentral von HWA durchgeführt werden.
Mücke
Peter Mückes Team ist 2017 nicht mehr in der DTM
Mücke war seit 2005 in der DTM dabei und feierte ausgerechnet in dieser Saison den ersten Sieg in der Tourenwagenserie. Lucas Auer hatte auf dem Lausitzring nicht nur seinen eigenen Premierensieg in der DTM eingefahren, sondern auch den für Mücke.
Auch das Team ART Grand Prix wird ab 2017 nicht mehr dabei sein. Die von Frederic Vasseur gegründete französische Mannschaft war erst 2015 als drittes Mercedes-Einsatzteam in die DTM eingestiegen.
DTM-Einsatzleiter Ulrich Fitz auf ABMS-Nachfrage: „Nachdem nun final entschieden ist, dass die Hersteller in der DTM 2017 mit sechs Einsatzfahrzeugen starten werden, haben wir für unser Team verschiedene Umsetzungs-Szenarien untersucht. Letztendlich sind wir zur Entscheidung gekommen, dass HWA in der kommenden Saison alle sechs Fahrzeuge zentralisiert einsetzen wird.“
Hockenheim
Das Starterfeld der DTM wird auf 18 Autos reduziert
Fritz weiter: „Natürlich ist es schade, dass die erfolgreiche  Zusammenarbeit mit Mücke Motorsport und ART GP daher in der DTM nicht weiter geht. Peter Mücke und sein Team waren seit 2005 treuer Partner unseres Programms. Wenn man sieht, wie sich das ganze Mercedes-AMG DTM Team am Lausitzring über den ersten Mücke-Sieg gefreut hat, dann weiß man wie hoch die Wertschätzung aller für Mücke Motorsport ist. Daher freuen wir uns sehr, dass die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-AMG und Mücke Motorsport in unterschiedlichen Bereichen wie beispielsweise der Formel 3 auch künftig weitergeht. ART GP hat in den letzten zwei Jahren einen unglaublichen Job gemacht: Ohne jegliche Erfahrung in der DTM von Anfang an bei der Musik zu sein, dass schafft kaum jemand.“
Audi wird mit allen drei Teams Abt, Phoenix und Rosberg weitermachen. „Wir freuen uns auf gutes Racing auf bezahlbarem Niveau“, so ein Audi-Sprecher. Bei BMW (derzeit vier Teams) steht MTEK vor dem Aus. Die Truppe dürfte dafür mit BMW in die WEC wechseln.
DTM-Boss Hans Werner Aufrecht sieht in der Reduzierung des Starterfeldes indes kein Problem. Im Gegenteil: „Es sind ja die letzten sechs Autos, die wegfallen, nicht die ersten sechs. Für mich ist es ganz wichtig, dass die geplanten Schritte funktionieren. Wir wollen die Aerodynamik reduzieren, mehr Leistung und einen Reifen mit Abbau haben. Dann spielt alles andere gar keine Rolle. Wir müssen die Zuschauer wieder faszinieren“, so Aufrecht im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT.