DTM am Hockenheimring
Reifenfrust bei Audi

Nach dem DTM-Auftakt am Hockenheimring feiert man bei Mercedes den Vierfach-Sieg und sucht bei Audi nach den Ursachen für die Reifenschäden. Derweil steht BMW offenbar vorm DTM-Comeback.
Ein Sieg beim ersten Rennen – diesem Gefühl ist Mercedes seit vier Jahren hinterher gefahren. Zuletzt Mister DTM, Bernd Schneider, im Jahr 2006 den Sieg beim Saisonauftakt der DTM auf dem Hockenheimring eingefahren. Und nun gleich ein Vierfach-Triumph. Beim ersten Rennen 2010 siegte der 29-jährige Brite Gary Paffett vor seinen Markenkollegen Bruno Spengler (CAN, 26), Jamie Green (GB, 27) als bestem Fahrer eines Autos des Jahrgangs 2008 und dem Schotten Paul di Resta (24). Gary Paffet mit der besten Trainingsbestzeit und Startplatz eins, sowie Bruno Spengler mit der schnellsten Rennrunde (1.33,855 Min.) machten de Mercedes-Triumph zum Saisonauftakt perfekt. Kein Wunder, dass Gary Paffett, der im vergangenen Jahr den Titel im Duell mit Audi-Pilot Timo Scheider knapp verpasst hatte, im Ziel strahlte: "Es ist unglaublich, erst Pole und dann der Rennsieg. Ein perfektes Wochenende für Mercedes Benz und für mich."
Rückkehr von BMW in die DTM 2011?

BMW DTM-Bilanz: 3 Meister, 50 Rensiege
Für BMW wäre es eine Rückkehr in die Rennserie, die lange Jahre die sportliche Heimat der Bayern war. Als die DTM-Vorgängerserie Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft 1984 ihr Debüt gab, war am Ende Volker Strycek mit einem BMW 635 CSi Meister. Jener Strycek, den die meisten DTM-Fans als Sportchef von Opel in Erinnerung haben. Bis zu ihrem DTM-Abschied 1992 stellte BMW mit 1987 Eric van de Poele und 1989 Roberto Ravaglia zwei weitere Meister. Mit bisher 50 Rennsiegen liegt die Marke in der ewigen DTM-Bestenliste hinter Mercedes (153) und Audi (52) auf Rang drei. BMW-Fahrer Johnny Cecotto brachte es auf 14 Siege.
Pleiten und Pannen bei Audi
Ein Wochenenende voller Pleiten Pech und Pannen erlebte Audi beim Saisonstart 2010. Mike Rockenfeller (26) war im 2008er Audi A4 bester Ingolstädter. "Dieses Ergebnis ist eine Riesenklatsche", brachte es Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich auf den Punkt. Feindberührung (Jarvis), Reifenschäden (zweimal Tomczyk, je einmal Premat und Ekström), sowie ein taktischer Fehler (zu früher erster Pflichtboxenstopp von Ekström) verhinderten ein besseres Ergebnis von Audi. Vor allem die Reifenschäden sorgten nach dem Rennen für Gesprächsstoff. Erste Mutmaßungen, dass Audi beim Setup es in Sachen Sturz und Luftdruck übertrieben haben könnte, dementiert Dr. Ulrich. "Die Reifenschäden im Rennen haben uns wirklich überrascht, gerade bei Martin Tomczyk, der im Warm-up einen sehr guten Longrun hatte. An seinem Auto haben wir für das Rennen sogar noch den Sturz reduziert und den Luftdruck erhöht, sind also auf Nummer sicher gegangen."
Audi bei der Fehleranalyse

Bild: xpb.cc
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