DTM: Audi siegt unter Druck
Erster Erfolg seit 420 Tagen

Audi fährt in Zandvoort den ersten Saisonsieg ein. Damit beendet Mattias Ekström für sich und seinen Arbeitgeber eine lange Durststrecke.
Bild: Picture-Alliance
- Oliver Müller
Auf diesen Tag hat Mattias Ekström 1092 Tage gewartet. Endlich wieder ein Sieg in der DTM. Die Erleichterung war nicht nur ihm nach dem Lauf in Zandvoort anzusehen, als er überschwänglich seinem Abt-Team in die Arme sprang. Auch bei seinem Arbeitgeber Audi atmeten die Bosse auf. Die Ingolstädter blickten auf 420 sieglose Tage im Deutschen Tourenwagen Masters zurück. Der letzter Erfolg war am 4. August 2013 in Moskau. Ein Triumph genau zur richtigen Zeit. Denn bei Audi kam intern schon ordentlich Druck auf. Doch das ließ den immer coolen Ekström kalt: „Persönlich hatte ich heute nicht mehr Druck, als an einem anderen Rennwochenende. Aber ich bin ja auch nicht der Chef vom Laden. Bei Dieter Gass und Dr. Ullrich (Audi Sportchef; d. Red.) war das sicherlich um einiges mehr“, offenbart Ekström direkt nach dem Sieg exklusiv gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT.

Eine große Last fällt von allen ab: Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich herzt Sieger Mattias Ekström
Aber jetzt in Zandvoort die Erlösung. Doch das kam nicht von ungefähr. Denn die 4,307 Kilometer lange Stecke von Zandvoort liegt Audi schon seit Jahren. „So genau will ich das jetzt gar nicht erklären, warum das so ist“, gibt sich Gass etwas zugeknöpft. Doch AUTO BILD MOTORSPORT kennt den Grund: die Aerodynamik. Gerade im schnellen mittleren Sektor der Strecke ist die Aerodynamik der DTM-Autos besonders wichtig. Und das ist die Stärke des Audi RS 5 DTM. „Die aerodynamische Effizienz an unserem Auto ist optimal“, erklärt Ernst Moser, Teamchef vom Audi Sport Team Phoenix. Die Statistik beweist das: Die Ingolstädter holten in Zandvoort seit 2001 acht Siege, 16 Podiumsplatzierungen, acht Pole-Positions und fünf schnellste Rennrunden. Ziel Nummer eins – der Rennsieg – ist für Audi nun abgehakt. Jetzt steht beim Finale in Hockenheim (19. Oktober) Ziel Nummer zwei an: der Herstellertitel. „Der hat jetzt Priorität“, gibt Audi-DTM-Boss Dieter Gass die Marschrichtung vor.

420 lange Tage musste Audi auf einen Sieg warten - Mattias Ekström sogar ganze 1092 Tage
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