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DTM: Berger über 2018

Mercedes-Ausstieg als Weckruf

Der Start in die Saison geht los. Durch den anstehenden Abschied von Mercedes auch der Start in eine ungewisse Zukunft. Doch Gerhard Berger ist optimistisch.
Am kommenden Wochenende startet die DTM in Hockenheim in die neue Saison – und ins letzte Jahr ohne Mercedes. Nach 30 Jahren Werkseinsatz in Deutschlands beliebtester Tourenwagenserie ziehen sich die Stuttgarter in Richtung Formel E zurück, bieten für die aktuelle Meisterschaft aber noch mal Formel-1-Rückkehrer Pascal Wehrlein als Titelfavoriten auf.
DTM-Boss Gerhard Berger sieht den Ausstieg „inzwischen sportlich“. Berger in der aktuellen AUTO BILD MOTORSPORT: „Am Anfang war ich sehr enttäuscht. Gerade weil ich am Anfang meiner Tätigkeit im engen Kontakt mit Mercedes stand. Und wir viel zusammen über die Zukunft gesprochen haben. Insofern wurde ich kalt erwischt.“

Wie geht es mit der DTM nach dem Mercedes-Ausstieg weiter?

Mittlerweile aber ist die Mercedes-Ankündigung nicht mehr nur negativ für ihn. Der Österreicher: „Man kann den Mercedes-Ausstieg als Weckruf sehen. Die DTM war vielleicht etwas zu selbstsicher. Deshalb muss uns der Ausstieg von Mercedes eine Warnung sein, jetzt noch härter zu arbeiten und mit Willen aber auch Ellbogeneinsatz die Zukunft zu sichern, die DTM noch besser zu machen als sie schon ist.“
Berger sieht nämlich sehr wohl weiterhin Verbesserungsbedarf und auch -Möglichkeiten: „In den letzten Jahren hat sich die DTM zu sehr mit eigenen technischen Bedürfnissen beschäftigt statt mit der Show und dem Angebot für die Fans. Es gab kaum Ecken und Kanten. Dieses Problem haben viele Serien, außer der MotoGP.“
Trotzdem arbeitet der ehemalige Formel-1-Pilot weiter auch an einem Nachfolger für Mercedes – und hat keine Angst vor einem Ausstieg der anderen beiden Premiummarken. „Was Audi und BMW betrifft: Mir ist nichts anderes bekannt, als dass sie dabeibleiben“, sagt er. „Was neue Hersteller betrifft: Ich arbeite daran. Wo ein neuer Hersteller letztlich herkommt, ist egal. Aber viele Marketingabteilungen tun sich schwer, in Zukunft noch Verbrennungsmotoren im Rennsport zu vermarkten. Sie wollen Elektromotoren. Ich bin überzeugt, die Fans sehen das anders.“

Autor: Ralf Bach

Fotos: Hersteller

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