DTM: Die heftigsten Unfälle

DTM: Chaos, Crashs, Strafen

So wehrt sich die DTM gegen Kritik

Das sechste Saisonrennen der DTM sorgt weiter für Gesprächsstoff und Diskussionen. Jetzt wehrt sich die DTM gegen Kritik.
Das Chaos war groß. Einsetzender Regen auf dem Hungaroring. Hochbetrieb in der Boxengasse. Beton so rutschig wie Eis, drei Crashs, sieben Verletzte, Rennabbruch, Restart und die Überraschungssieger aus dem Hause BMW. Dazu die Disqualifikation der drei Unfallverursacher Lucas Auer, Edoardo Mortara und Bruno Spengler. Das sechste Saisonrennen hatte es in sich. Und das hat es immer noch. Denn: Das ganze Chaos, die Entscheidungen der Rennleitung, der Zustand der Boxengasse und auch die Strafen sorgen für Diskussionen.
Disqualifikationen: Die Hintergründe
Gary Paffett nahm kein Blatt vor den Mund, sprach von einem „katastrophalen Rennen“, wetterte gegen die Rennleitung („Es hätten Leute sterben können“). Meinte, das Rennen hätte bereits direkt nach dem ersten Crash von Lucas Auer abgebrochen werden müssen. Die DTM wehrt sich gegen die Kritik. Da nicht klar war, wie schwer die Verletzungen des Sportwartes waren, fuhr zunächst das Safety Car los. Wodurch ein Boxenstopp automatisch kein Pflichtstopp mehr ist und damit zur Folge hätte, dass in der Boxengasse problemlos gearbeitet werden kann. Das gilt aber erst, wenn auf dem Infomonitor der Rennleitung die Bereitstellung des Safetycars zu lesen ist. Das Problem war ein zeitlich-technisches: Die Umsetzung dauerte einige Sekunden. In dieser Zeit fuhren fünf weitere Autos in die Box, unter anderem Mortara und Spengler.

Gary Paffett macht der Rennleitung Vorwürfe

Was die Boxengasse betrifft, in der der Wechsel von Asphalt in der Fastlane auf den rutschigen Beton bei stehendem Wasser in der Working Lane für die Crashs sorgte, bleibt festzuhalten: Die Strecke wurde zuletzt im Juli 2015 durch den Automobil-Weltverband FIA abgenommen, seitdem gab es auch keine Änderungen mehr. Dürfte bedeuten: Vor dem nächsten Gastspiel der Formel 1 Ende Juli wird an den Problemen sicherlich gearbeitet. Für die DTM ohne Frage zu spät.
Neben Paffett kritisierte auch Sat.1-Experte Timo Scheider die Strafen für das Fahrertrio als „völligen Schwachsinn. Bei den Bedingungen kann man keinem der Fahrer einen großen Vorwurf machen.“ Auch dazu äußerten sich die Verantwortlichen. Kurz gesagt: Die Fahrer haben die Verantwortung, eine Gefährdung anderer Teilnehmer zu vermeiden. Ja, es war rutschig. Ja, es kam vor allem für Auer überraschend. Aber durch die Unfälle war klar: Die Piloten waren zwar in der Boxengasse nicht schneller unterwegs als die erlaubten 60 km/h, aber zu schnell für die Witterungsverhältnisse.
Warum die Disqualifikation? Sieben Verletzte sind nicht wegzudiskutieren. Damit eine Strafe eine Wirkung erzielt, sind Wertungsausschlüsse alternativlos, weil die besonders schmerzen. Über Geldstrafen würden die Beteiligten in einer Serie wie der DTM schmunzeln. Dass Auer ohne die Rückversetzung auf Bewährung davonkam lag daran, dass Mortara und Spengler im Gegensatz zu Auer durch Gelbe Flaggen und per Funk durch das Team vorgewarnt wurden. Im Raum stand neben der Disqualifikation übrigens auch eine Sperre.

DTM: Die heftigsten Unfälle

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Hersteller

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