DTM: Ekström gewinnt Sonntagsrennen
Zweiter Audi-Sieg in Hockenheim

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20. DTM-Erfolg für Routinier Mattias Ekström: Der Schwede entschied den zweiten Lauf in Hockenheim vor Audi-Kollege Edoardo Mortara für sich.
Titelkandidat Mattias Ekström hat Audi mit dem 20. DTM-Sieg seiner Karriere ein perfektes Auftaktwochenende ins Deutsche Tourenwagen Masters beschert. Einen Tag nach dem Erfolg von Markenkollege Jamie Green dominierte der Schwede am Sonntag das längere der beiden Rennen auf dem Hockenheimring. „Ich hatte von Anfang bis Ende Spaß”, sagte Ekström. Rang zwei ging in Edoardo Mortara an einen weiteren Audi-Piloten. Der Italiener übernahm mit 30 Zählern zudem die Führung in der Gesamtwertung.
Übersicht: So lief der erste Lauf in Hockenheim
Neuauflage Paffett vs. Tomzcyk

Vom Start weg gab Ekström am Sonntag den Ton an
Am Samstag dominierte Jamie Green das Rennen von der ersten bis zur letzten Runde und sicherte sich einen souveränen Start-Ziel-Sieg vor den beiden Mercedes-Wagen von Pascal Wehrlein und Paul di Resta. Am Sonntag dagegen konnte Greens Audi-Kollege Mike Rockenfeller seine Pole Position bei noch trockener Strecke nicht mal bis zu ersten Kurve verteidigen. Nach einer Runde war der Champion von 2013 gar schon auf Rang vier zurückgefallen, das Rennen beendete er auf Platz sechs.
Faires Rennen am Sonntag

Großer Jubel: Der Schwede (r.) holte seinen 20. DTM-Sieg
Doch Paffett zeigte großen Motorsport und hing zehn Minuten vor dem Ende an Tomczyks Stoßstange. Das Duell um Rang drei war packend - mit dem besseren Ende für den Briten. Auffällig: Gab es im kürzeren Auftaktrennen noch reihenweise Berührungen und Ausfälle schon in den ersten Minuten, hatten die Fahrer in der Variante 60 Minuten plus eine Runde ihre Boliden am Sonntag deutlich besser unter Kontrolle. Von den bei Tourenwagen üblichen Remplern abgesehen blieb alles friedlich.
Regen in Hockenheim

Gratulation vom Sieger: Gary Paffett (r.) zeigte eine starke Aufholjagd
Rookie Lucas Auer erlebte dagegen ein Premierenwochenende zum vergessen. Samstag der Unfall mit Tomczyk, Sonntag verbremste er sich in der Aufwärmrunde vor dem Start und rutschte mit seinem Mercedes in den Reifenstapel. Motorsportchef Toto Wolff reagierte darauf in der Box mit einer wütenden Geste. Auch Auers Onkel, Formel-1-Größe Gerhard Berger, fand das gar nicht witzig: „Das ist ein wichtiges Rennen, ein großes Rennen, da darf so etwas nicht passieren.” (fh/dpa)
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