DTM electric: Erste Bilder

Ex-Champion fährt Elektro-Bestie für DTM-Zukunft

Die DTM macht den nächsten Schritt in die Zukunft und zeigt eine Demoversion des DTM electric-Prototypen
An diesem Wochenende fährt die DTM das letzte Rennen der Ära mit den Class-1-Prototypen (Sa/So ab 13 Uhr in SAT.1). Die Audi-Stars René Rast, Nico Müller und Robin Frijns kämpfen um den Titel. 2021 sollen GT3-Boliden die Serie retten. Doch sie sollen nur eine Übergangslösung sein. Die Zukunft der beliebten deutschen Tourenwagenserie ist elektrisch!
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AUTO BILD MOTORSPORT zeigt schon vor der heute anstehenden Veröffentlichung eine Demo-Version des Rennwagens, mit dem die DTM electric ab 2023 ausgetragen werden soll. Mit Daten, die elektrisieren: mehr als 1000 PS aus vier Elektromotoren, Allrad, elektronische Lenkung (Steer by wire) Hochvoltbatterien. Gebaut vom Autozulieferer Schaeffler. Und genauso stark wie die Formel 1!
Ex-Champion Timo Scheider (41) absolvierte bereits am Donnerstag eine die Jungfernfahrt in Hockenheim. Sein Fazit: „Ich bin froh, die Chance zu haben, die neue Ära der DTM einzuläuten. Für mich kommt es zum richtigen Zeitpunkt, jetzt ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, was in Zukunft möglich ist.“

Die DTM macht den nächsten Schritt in die Zukunft

©Hoch Zwei

Und davon ist selbst Rennfahrer Scheider beeindruckt: „Wenn der Allrad sich mit 1000 PS Motorleistung in den Boden krallt, geht es schon ordentlich vorwärts und man darf sich erstmal schön am Lenkrad festhalten. Der erste Moment ist Gänsehaut und Kribbeln im Bauch wie in einer Katapult-Achterbahn.“ Doch auch danach lässt der Schub nicht nach. Scheider strahlt: „Für einen Rennfahrer ist nichts schöner, als wenn man immer Leistung in jeder Lebenslage abrufen kann. Es schiebt, schiebt, schiebt und irgendwann musst du den Anker werfen.“
Und trotzdem: Die meisten Motorsportfans vermissen den Sound der brüllenden Verbrennungs-Motoren. Im Cockpit stört die Stille allerdings nicht. Scheider: „Du hörst das Getriebe und ein Summen, das immer hochfrequenter und schneller wird. Im Auto fehlt dir da nichts. Außerhalb des Autos wünscht sich jeder einen guten Sound. Das sollte man in Zukunft vielleicht einen Elektrosound generieren, damit die Action auch draußen ankommt.“
Aus dem Demofahrzeug soll nächstes Jahr ein echter Prototyp entwickelt werden. Schon ab 2023 könnte die DTM electric an den Start gehen. Scheider: „Es werden extrem schnelle Autos sein, von jedem Hersteller mit der entsprechenden Silhouette versehen. Das ist ein wichtiger Marketingaspekt. Das Auto, das Sonntag siegt, ist quasi am Montag zu kaufen. Davon hatte sich die DTM zuletzt zu stark entfernt.“
DTM-Boss Gerhard Berger über den nächsten Schritt seiner Serie: „Unser Ziel ist es, in der DTM electric nicht nur den neuesten Stand der Technik zu zeigen, sondern auch zentrale Innovationen auf die Rennstrecke zu bringen, die spektakuläres Racing ermöglichen. So wollen wir auch die klassischen Motosportfans für Zukunftstechnologien gewinnen und sie mit attraktivem Rennsport begeistern.“
Schaeffler soll in Zukunft strategischer Partner der DTM werden und die Basis der Autos bauen. Der Plan umfasst Sprintrennen mit einer Dauer von rund 30 Minuten und die Möglichkeit automatisierter Batteriewechsel während des Pflicht-Boxenstopps aber auch den späteren Einsatz von Wasserstoff anstelle von Batterien.

Fotos: Hoch Zwei

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