DTM: Fünffachsieg für Audi
Green gewinnt auch am Sonntag

Audi-Demonstration in der Lausitz: Jamie Green gewann am Sonntag auch das zweite Rennen auf dem Lausitzring vor gleich vier Markenkollegen.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Nach seinem Sieg am Vortag hat Jamie Green auf dem Lausitzring auch das Sonntagsrennen der DTM gewonnen. Bereits das Qualifying früher am Tag hatte der Brite überzeugend für sich entschieden. Hinter Green starteten mit Mattias Ekström, Timo Scheider und Miguel Molina gleich drei Markenkollegen von den Top-4-Positionen ins Rennen. Und tatsächlich: Den einzigen Fehler seines Tages leistete sich Green auf den ersten Metern. Der Gesamtführende hatte beim Start etwas Wheelspin zu beklagen. Ekström kam neben ihm besser aus den Startlöchern und schnappte sich noch vor Kurve eins die Führung. Während sich hinter dem Top-Duo Molina, Scheider und Mortara einsortierten, führte der Weg des amtierenden Champions Marco Wittmann (BMW) im Anschluss an eine Berührung mit Robert Wickens (Mercedes) schon früh in den Kies.
Green gewinnt ersten Lausitz-Lauf: Samstag fest in Audi-Hand

Die Top-3 vom Sonntag (v.l.n.r.): Ekström, Green und Audi-Kollege Molina
Safety Car macht es spannend
Anschließend kehrte im Geschehen an der Spitze etwas Ruhe ein, für Spannung sorgte eher das Hinterfeld. Augusto Farfus beschädigte sich bei einem Duell mit Maxi Götz (Mercedes) seinen BMW und schied aus, Pascal Wehrlein (Mercedes) geriet mit Felix Antonio da Costa (BMW) aneinander und rodelte durch die Wiese. Der nächste Zwischenfall im Verfolgerfeld wirkte sich dann aber doch entscheidend auf die Spitze aus. Nach einem Abflug von Mercedes’ Lucas Auer zehn Minuten vor Schluss, kam das Safety Car auf die Strecke und sorgte somit noch einmal für Spannung in der Schlussphase. Green beschwerte sich anschließend am Funk, dass das Schrittmacherfahrzeug zu langsam fahre und fuhr seine Reifen mit Schlangenlinien sogar noch dann warm, als das Safety Car schon wieder abgebogen war.

Kniefall vor der eigenen Leistung: Green fuhr das ganze Wochenende über in einer eigenen Liga
Nächster Lauf: Norisring
Was das Geheimnis seines aktuellen Höhenflugs ist, konnte Green nicht so recht sagen. „Das Auto passt einfach sehr gut zu meinem Fahrstil und die Balance funktioniert seit dem erstem Test gut für mich. Es ist nicht so schwer mit dem Auto ans Limit zu kommen und das Ergebnis sieht man derzeit auf der Strecke“, so der Mann der Stunde. Hinter Green und Ekström komplettierte Molina am Sonntag das Podest. Vierter wurde Scheider, noch vor Mortara. Nachdem am Samstag vier Audis die vordersten Plätze besetzten, waren es am Sonntag sogar gleich fünf. Mercedes-Pilot Daniel Juncadella war als Sechster bester Nicht-Audi-Fahrer. Hinter ihm rundeten Markenkollege Christian Vietoris, Maxime Martin als bester BMW-Pilot und Nico Müller sowie Mike Rockenfeller (beide Audi) die Top-10 ab.

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