DTM: Alle Fahrer und Autos 2018

DTM: Glock, Wehrlein und Rast im Interview

„Weniger Mittelfinger und ein ruhigeres Gemüt“

Die drei Favoriten René Rast, Pascal Wehrlein und Timo Glock sprechen in ABMS über die neue DTM-Saison, Typen und TV-Shows.
Timo Glock will den Tipp beherzigen. Immerhin kommt er vom amtierenden Meister. René Rasts Rat an Glock, damit es endlich klappt mit der Meisterschaft, ist dabei weniger sportlicher Natur. „Weniger Mittelfinger und ein ruhigeres Gemüt bei dem ein oder anderen Rennen!“, gibt der Audi-Pilot dem BMW-Konkurrenten im großen Dreier-Interview von AUTO BILD MOTORSPORT vor dem Saisonstart vom 4. bis 6. Mai in Hockenheim mit auf den Weg. 

DTM: Alle Fahrer und Autos 2018

Hintergrund: Glock verlor 2017 in Zandvoort die Beherrschung und wurde ans Ende des Feldes strafversetzt. Auch der Champion von 2015 weiß, wie es geht. Mercedes-Rückkehrer und ABMS-Pilot Pascal Wehrlein: „Insgesamt ist Konstanz in der DTM das Zauberwort und gleichzeitig die Schwierigkeit. Man muss nicht immer gewinnen, aber immer Punkte mitnehmen."

Rast startet als amtierender Champion in die Saison

Alle drei rechnen damit, dass Audi, BMW und Mercedes 2018 extrem eng zusammenliegen, erst recht, nachdem die Aerodynamik reduziert und vereinheitlicht wurde. Das Resultat: Rund 30 Prozent weniger Abtrieb. „Ich glaube, dass das Feld über die Renndistanz enger zusammenrücken wird, weil einige Hersteller ja einen kleinen Vorteil abgeben mussten“, sagt Rast. Vor allem seinen Arbeitgeber betrifft das, Audi hatte bislang über die Aero einen großen Vorteil. Glock: „Ich hätte mir die 30 Prozent weniger Abtrieb größer vorgestellt. Die Frage bleibt deshalb auch, ob das reicht, um mehr Zweikämpfe zu generieren.“
Warum holen sie 2018 den Titel? Rast: „Weil ich genauso rangehen werde wie im letzten Jahr; ganz entspannt und relaxt, alles auf mich zukommen lasse und trotzdem hart arbeiten werde. Ein bisschen mehr Verstand kommt dieses Jahr auch dazu.“ Wehrlein vertraut auf seine Stärken: „Ich glaube, dass ich in den letzten zwei Jahren doch einiges dazugelernt habe. Bei großen Herausforderungen bin ich immer stärker geworden. Und ich glaube, dieses Jahr wird eine große Herausforderung für mich.“ Der 36-jährige Glock wiederum setzt auf sein Alter: „Da ich der Älteste bin, werde ich alles mit meiner Erfahrung und Weisheit wettmachen. Und ich muss nicht nur samstags, sondern auch sonntags mal stark sein."
Mit dem neuen Fernsehpartner Sat.1 sollen die Fahrer noch mehr in den Mittelpunkt rücken, die Typen unter den Helmen gezeigt werden. Was hat das Trio da zu bieten? „Ich bin der Coole, der Fokussierte, der sein Ding macht“, sagt Rast. Glock: „Ich sag immer das, was ich denke, verstelle mich nicht und versuche die Emotionen des Sports - in diesem Jahr allerdings kontrolliert – rüberzubringen.“ Und Wehrlein, der in seiner ersten DTM-Karriere oft polarisierte? „Ich bin einerseits sehr ehrgeizig, ruhig und fokussiert. Das kann aber auch in starke Emotionen und ein bisschen südländisches Temperament umschlagen.
Beim Thema Cross Promotion sind aber längst nicht alle begeistert. In welcher TV-Show würden sie denn gerne auftreten? „Bloß keine Kochshow!“, winkt Glock ab. Wehrlein hingegen kann es kaum erwarten: „‘Schlag den Henssler‘! Oder ‚Joko und Klaas‘. Rast sieht es vor allem pragmatisch. Der Champion scherzhaft: „‘The biggest Loser‘. Wenn ich abnehme, kann ich in meinem Auto die Gewichte besser platzieren und schneller werden.“
Das große Interview mit René Rast, Pascal Wehrlein und Timo Glock zum DTM-Saisonstart lesen Sie in der aktuellen AUTO BILD MOTORSPORT. Ab Freitag am Kiosk.

Autoren: Bianca Garloff, Andreas Reiners

Fotos: Hersteller

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