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DTM: Kontroverser Audi-Sieg

Rast siegt dank Teamorder

Drama pur in Spielberg: René Rast führt nach Teamorder in der letzten Kurve Audi-Dreifachsieg am Red-Bull-Ring an und holt im Titelkampf auf.
Teamorder-Theater und eine dramatische Schlussphase im Samstagsrennen der DTM in Spielberg! Bis zwei Kurven vor Schluss liegt René Rast nur auf Position vier - die Ziellinie überquert der Audi-Pilot aber als Sieger! Weil der Führende Daniel Juncadella (Mercedes) kurz vor Schluss eine Durchfahrtsstrafe kassiert, die später auf das Ergebnis draufgerechnet wird und Rasts Audi-Kollegen Mike Rockenfeller und Nico Müller den in der Meisterschaft besser platzierten Rast auf den letzten Metern vorbeilassen.

Jubel bei Audi: Rockenfeller, Sieger Rast und Müller

"Ich bin natürlich happy über den dritten Sieg in Folge, aber es ist kein richtiger Sieg", sagt Rast im Ziel. "Mike und Nico waren heute exzellent, sie hätten den ersten und zweiten Platz verdient gehabt. Im Sinne der Meisterschaft haben sie mich in den letzten Kurven vorbei gelassen, das zeichnet unser Teamplay aus", so Rast, der erklärt: "Wir versuchen eben, das Titelrennen so lange offen zu halten wie möglich."
So lief das Rennen: Juncadella münzt seine Pole am Start in die Führung um, dahinter straucheln einige Piloten auf der teils noch nassen Fahrbahn. In Kurve zwei kommt es zur Kollision zwischen Loic Duval und Philipp Eng, der seinerseits Robin Frijns umdreht. Leidtragender ist ausgerechnet DTM-Spitzenreiter Gary Paffett, der nicht mehr ausweichen kann und Frijns reinfährt. Während das Safety-Car rauskommt, geht es für Paffett mit angeschlagenem Auto am Ende des Feldes weiter.
Beim Re-Start schnappt sich an der Spitze Rockenfeller Juncadella. Doch der Spanier hat danach die bessere Pace, holt sich die Führung zu Beginn von Runde 15 mit DRS-Hilfe wieder. Rockenfeller reagiert darauf mit einem Undercut in Runde 17, doch Juncadella bleibt auch nach seinem Stopp zwei Umläufe später vorne und setzt sich ab - bis fünf Minuten vor schluss Timo Glock seinen BMW mit technischen Problemen an einem ungünstigen Ort abstellen muss.

Bitter für Paffett: Schon am Start Crash mit Frijns

Erneut kommt das Safety-Car raus und schiebt das Feld für den Schlusssprint noch einmal zusammen. Dann geht es drunter und drüber: Durchfahrtstrafe für Juncadella weil er gegen die Regeln beim Re-Start verstößt, Audi reagiert blitzschnell und winkt Rast nach vorne. Mit dem Sieg holt der Mindener in der Meisterschaft deutlich auf. Rast (174 Punkte) liegt nun 42 Zähler hinter dem neuen Gesamtführenden Paul di Resta (216), der am Samstag Vierter wird. Der bisherige Spitzenreiter Paffett holt als Zehnter nur einen Punkt, kommt drei Läufe vor Schluss auf 207 Punkte.
Einen ordentlichen Auftritt legt in Spielberg Gaststarter Sebastien Ogier hin. Der Rallye-Champion stoppt als letzter Fahrer im Feld, sammelt dadurch sogar ein paar Führungskilometer. Auf kalten Reifen legt Ogier nach seinem Boxenstopp zwar einen Dreher hin, ansonsten kann er die Pace im Mittelfeld aber mitgehen, ist in viele Zweikämpfe verwickelt und wird am Ende immerhin Zwölfter.

Ergebnis - Rennen:

1. René Rast (Audi) 37 Runden
2. Mike Rockenfeller (Audi) +0,705 Sekunden
3. Nico Müller (Audi) +0,887
4. Paul di Resta (Mercedes) +1,153
5. Jamie Green (Audi) +1,444
6. Lucas Auer (Mercedes) +1,553
7. Marco Wittmann (BMW) +6,730
8. Philipp Eng (BMW) +6,752
9. Augusto Farfus (BMW) +7,307
10. Gary Paffett (Mercedes) +7,598

So lief das Qualifying:

Im Regen-Qualifying von Spielberg müssen sich die Favoriten hinten anstellen: Dritte DTM-Pole für Mercedes-Pilot Daniel Juncadella - der Spanier schnappt sich in 1:36.073 Minuten die Pole-Position für den viertletzten DTM-Lauf des Jahres (13:30 Uhr live in Sat.1). Neben ihm in Startreihe eins steht BMW-Star und Spielberg-Spezialist Timo Glock, noch vor Audi-Pilot Mike Rockenfeller.
Bis kurz vor Schluss purzeln auf der nassen Strecke die Bestzeiten, weil der Regen leichter wird. In den Schlusssekunden nimmt er dann aber wieder an Intensität zu - und verhindert somit späte Zeitenverbesserungen. Paul di Resta (Mercedes) muss sich deshalb mit vier Zehnteln Rückstand und Rang vier begnügen. Damit ist der Schotte im Qualifying aber immer noch der große Gewinner aus dem Trio, das um den DTM-Titel kämpft.

Die Top-3 im Quali: Rockenfeller, Juncadella, Glock

Denn Verfolger René Rast kommt im Audi nur auf Rang neun. Ihm wird, genauso wie Di Resta, im Qualifying einmal die persönliche Bestzeit für das Verlassen der Strecke gestrichen. DTM-Spitzenreiter Gary Paffett (Mercedes) fährt bei den schwierigen Bedingungen zweimal durchs Kiesbett und dann auf die zehnte Position, direkt hinter Rast.
Wegen einer Strafe für Audi-Pilot Robin Frijns (dritte Verwarnung der Saison), dürfen die beiden Meisterschaftsaspiranten in der Startaufstellung immerhin einen Platz nach vorne rücken. Weniger Glück hat DTM-Gaststarter Sebastien Ogier. Der Rallye-Weltmeister ist bei seiner DTM-Premiere im Regen mangels Erfahrung chancenlos, wird 19. und Letzter.

Ergebnis - Qualifying:

1. Daniel Juncadella (Mercedes) 1:36.073
2. Timo Glock (BMW) 1:36.143
3. Mike Rockenfeller (Audi) 1:36.300
4. Paul di Resta (Mercedes) 1:36.487
5. Marco Wittmann (BMW) 1:36.637
6. Lucas Auer (Mercedes) 1:36.841
7. Augusto Farfus (BMW) 1:36.881
8. Robin Frijns (Ausi) 1:36.947
9. René Rast (Audi) 1:37.077
10. Gary Paffett (Mercedes) 1:37.125

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: DTM / Picture-Alliance

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