Herr Ekström, obwohl Sie Ende 2017 Ihren DTM-Rücktritt verkündet haben, bestreiten Sie beim Saisonauftakt in Hockenheim (4.-6. Mai) das volle DTM-Programm, um sich von Ihren Fans zu verabschieden. Was wird Ihr sportliches Ziel?
Mattias Ekström (39): Zu gewinnen hat diesmal keine Priorität. Ich will ohne Druck mit Spaß und guter Laune fahren und Zeit für die Fans haben. Wenn dann noch ein gutes Ergebnis herauskommt, wäre das das i-Tüpfelchen.
Fahren Sie dennoch getreu Ihrem Motto „Go hard or go home“?
Ich fahre so wie immer und erwarte auch nicht, dass meine Kollegen mich einfach vorbeiwinken.
Worauf freuen Sie sich ganz besonders? 
Ich werde versuchen, den Burnout-Rekord von Timo Scheider zu knacken. Er hat es im sechsten Gang geschafft, die Hinterräder waren bei Tempo 200! Das will ich toppen. 
Wie schnell werden Sie sich an das neue Auto mit weniger Abtrieb gewöhnen?
Das ist der Vorteil der alten Recken: Die lernen neue Sachen zwar nicht mehr so schnell, sie verlernen alte Sachen aber auch nicht. Ich habe viele Tausende Kilometer im DTM-Auto absolviert und wüsste deshalb nicht, warum es jetzt nicht klappen sollte, schnell zu sein.
Und wenn Sie außerhalb der Wertung gewinnen: Gibt es dann den Rücktritt vom Rücktritt?
Sage niemals nie. 2018 fahre ich nur WRX – außer Audi braucht einen Ersatzfahrer. Aber: Wenn die DTM die Heckflügel abschneidet und 200 PS mehr draufpackt, bin ich der Erste, der bettelt, um wieder dabei zu sein.

Von

Andreas Reiners