DTM: Oldie Paffett auf Titelkurs
„Können uns nicht zurücklehnen“

Gary Paffett fährt im Mercedes-Abschiedsjahr seinem zweiten Titel in der DTM entgegen. Frei nach dem Motto: Wenn es läuft, dann läuft es.
Gary Paffett weiß, worauf es ankommt. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Ist abgezockt und fokussiert. Und im Moment auf dem Weg zu seinem zweiten DTM-Titel ganz offensichtlich nicht aufzuhalten. Sein Erfolgsgeheimnis? Keine Tricks, kein Geheimnis, keine Magie. Nur harte Arbeit. Und das richtige Rezept.
Der 37-Jährige zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Man muss immer wieder Risiken eingehen. Das müssen wir machen, um vorne zu bleiben. Und das ist auch die Devise für den Rest der Saison: aggressiv bleiben. Wir können uns nicht zurücklehnen und uns auf dem Erfolg ausruhen. Der Schlüssel ist Konstanz, auch mit dem Auto. Wie wir es vorbereiten, das Setup, und auch meine Performance, die ich einbringe.“

Platz zwei ist im Titelrennen auch ein kleiner Sieg
„Man kann nicht immer Rennen gewinnen. Heute haben wir das gemacht, was wir die ganze Saison schon machen. Am Samstag haben wir das gemacht, was wir tun müssen, um den Titel zu gewinnen. Am Ende habe ich die Führung in der Gesamtwertung ausgebaut“, sagt er.In der Tat: Nach zwölf von 20 Rennen hat er 177 Punkte auf dem Konto und damit 29 Zähler Vorsprung auf Di Resta. Nach aktuellem Stand wird es wohl auf diesen Zweikampf hinauslaufen, die weiteren Verfolger Marco Wittmann (BMW) und Lucas Auer (Mercedes) haben mit jeweils 110 Punkten bereits einen deutlichen Rückstand.

Enge Kiste am Start - aber immer mit genügend Platz
Paffett glänzt nach dem Motto: Wenn es läuft, dann läuft es. Oder anders gesagt: Selbst wenn es nicht so läuft, läuft es. „Es passt dann einfach alles zusammen, und man hat das Selbstvertrauen, das Gefühl für das Auto und das Team. Und auch wenn alles so eng ist, wird es dann schwierig, dich zu schlagen“, sagt Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz ABMS.
Doch wie läuft nun der Zweikampf mit einem Teamkollegen? Paffett und Di Resta lassen sich Platz, respektieren sich. „Wenn ein Audi- oder BMW-Fahrer in Kurve eins so angegriffen hätte wie Paul, hätten sie das nicht geschafft. Ihm habe ich Platz gelassen, was man unter Teamkollegen macht“, so Paffett. Aber nicht mehr lange. Denn wenn es in die heiße Phase geht, dann läuft es anders. „Dann machen wir uns die Hölle heiß“, so Paffett.
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