DTM: Paul gewinnt im Grasser-Lambo
Youngster trumpfen im Regen am Nürburgring auf

Regenrennen auf dem Nürburgring und eine faustdicke Überraschung mit zwei Youngstern an der Spitze. Thomas Preining baut Gesamtführung weiter aus.
Bild: DTM/ADAC
- Frederik Hackbarth
Sensationsergebnis beim Sonntagsrennen der DTM auf dem Nürburgring: Maximilian Paul (23) gewinnt als Ersatzmann im Grasser-Lamborghini an seinem erst zweiten DTM-Wochenende vor Laurin Heinrich (22) im Team75-Porsche. Zwei Youngster mischen die DTM auf!
"Wir bauchen junge Leute und starken Nachwuchs in der DTM, von daher ist das 'ne richtig gute Nummer", kommentiert Ex-Champion und TV-Experte Timo Scheider bei ProSieben und prognostiziert Überraschungssieger Paul eine große Zukunft: "Wenn du hier ankommst und einspringst (für Mick Wisshofer; d. Red.), an deinem erst zweiten DTM-Wochenende, und bei diesen Bedingungen dann so eine Leistung zeigst, muss man sich den Namen auf jeden Fall merken."

Ungläubige Blicke auf dem Podest: Paul siegt vor Heinrich.
Bild: DTM
Paul selbst kann seinen Sensationstriumph kaum glauben: "Einfach nur krass, einfach nur geil! Natürlich ist der Sieg immer das Ziel, aber das hätte ich davor tatsächlich nicht geglaubt", strahlt der Dresdener. "Ich bin dankbar für die Chance und so happy für das Team. Unser Lamborghini ist so ein großartiges Auto: Ich hatte einen echt super Start, war in einer guten Position und danach einfach in meiner Zone", sagt Paul, der lediglich vom 13. Startplatz aus losgefahren war.
Bereits der Start am Nürburgring hat es am Sonntag jedoch in sich, denn pünktlich zur Rennfreigabe bringt das unvorhersehbare Eifelwetter Regen. Einige Top-Piloten, wie Titelverteidiger Sheldon van der Linde und Mehrfachmeister René Rast (beide BMW), gehen trotzdem volles Risiko, starten auf Slicks und verzocken sich damit böse. Pole-Mann Ricardo Feller (Abt Audi) behält zwar nach dem Start zunächst die Nase vorne, bei zunehmendem Regen muss er sich aber bald der zu diesem Zeitpunkt überlegenen Pace von Winward-Mercedes-Pilot Lucas Auer beugen.
Später im Rennen geht es dem Österreicher jedoch selbst genauso: Nach den Pflichtboxenstopps ist Auer im Schlussstint chancenlos gegen den Speed und vor allem die Traktion von Pauls Lamborghini und muss erst den Grasser-Piloten, wenig später auch den zweiten starken Youngster Laurin Heinrich ziehen lassen. Am Ende gerät Auer sogar noch unter Druck von Markenkollege Maro Engel - den zweiten Podestplatz des Wochenendes (nach Rang zwei am Vortag) rettet für den Österreicher dann aber das Safety-Car, hinter dem das Feld nach einem Crash von Arjun Maini (HRT Mercedes) ins Ziel geführt wird.

Ricardo Feller konnte seine Pole nicht in den Sieg ummünzen.
Bild: DTM/ADAC
David Schumacher schafft es vom starken dritten Startplatz aus immerhin in die Top-10. Einen Tag zum Vergessen erlebt hingegen Samstagssieger Mirko Bortolotti, der wegen technischer Probleme an seinem SSR-Lamborghini erst gar nicht mitfahren kann. In der Gesamtwertung baut Thomas Preining (Manthey Porsche) seinen Vorsprung dadurch auf 28 Punkte aus, der Österreicher holt nach schwachem Qualifying als Fünfter am Ende noch gute Punkte.
Ergebnis: Nürburgring - Sonntag, 5.8.2023
1. Maximilian Paul (Grasser Lamborghini) 35 Runden (1:04:21.613 Std.)
2. Laurin Heinrich (Küs Porsche) +0.600 Sek.
3. Lucas Auer (Winward Mercedes) +1.320
4. Maro Engel (Landgraf Mercedes) +1.954
5. Thomas Preining (Manthey Porsche +3.248
6. Ricardo Feller (Abt Audi) +4.419
7. Luca Engstler (Engstler Audi) +4.680
8. Thierry Vermeulen (Emil Frey Ferrari) +7.159
9. David Schumacher (Winward Mercedes) + 7.617
10. Franck Perera (SSR Lamborghini) + 8.008
2. Laurin Heinrich (Küs Porsche) +0.600 Sek.
3. Lucas Auer (Winward Mercedes) +1.320
4. Maro Engel (Landgraf Mercedes) +1.954
5. Thomas Preining (Manthey Porsche +3.248
6. Ricardo Feller (Abt Audi) +4.419
7. Luca Engstler (Engstler Audi) +4.680
8. Thierry Vermeulen (Emil Frey Ferrari) +7.159
9. David Schumacher (Winward Mercedes) + 7.617
10. Franck Perera (SSR Lamborghini) + 8.008
DTM-Gesamtstand nach 8 von 16 Läufen:
1. Thomas Preining (Manthey Porsche) 117 Punkte
2. Sheldon van der Linde (Schubert BMW) 89
3. Mirko Bortolotti (SSR Lamborghini) 88
4. Ricardo Feller (Abt Audi) 88
5. Maro Engel (Landgraf Mercedes) 78
2. Sheldon van der Linde (Schubert BMW) 89
3. Mirko Bortolotti (SSR Lamborghini) 88
4. Ricardo Feller (Abt Audi) 88
5. Maro Engel (Landgraf Mercedes) 78
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