DTM: Rückschlag im Titelkampf
Ratlosigkeit bei BMW

Platz sieben für Marco Wittmann in Budapest. Mehr schmerzt BMW aber die Unterlegenheit gegenüber Audi. Gesamtführung schon am Sonntag weg?
Bild: Picture-Alliance
Marco Wittmann nahm es, wie er es immer nimmt. Mit einer stoischen Gelassenheit sprach der DTM-Champion von 2014 vom 15. Saisonrennen in Budapest, das für ihn letztendlich vor allem Schadensbegrenzung war.
So lief das Samstagsrennen in Ungarn: Mortara gewinnt Audi-Festspiele

Wittmann bleibt gelassen: Doch Mortara ist jetzt dran
Er hatte zwar erwartet, dass Audi in Ungarn im Titelkampf zurückschlagen könnte. „Dass es aber so extrem wird, davon waren wir auch überrascht. Am Ende muss man es so nehmen wie es ist und das Beste draus machen“, sagte Wittmann AUTO BILD MOTORSPORT. Was er dann auch tat.Zwar hat Wittmann so weiterhin noch 14 Punkte Vorsprung vor dem zweiten Rennen des vorletzten Rennwochenendes am Sonntag, doch die Betonung liegt dabei auf noch. Denn während eine Dominanz der Ingolstädter vor allem aufgrund des Gewichtsvorteils in gewisser Weise zu erwarten war, überrascht das schwache BMW-Abschneiden selbst die Konkurrenz.

Kritischer Gesichtsausdruck: BMW-Boss Marquardt
Probleme hat BMW ganz offensichtlich mit dem neuen Asphalt auf dem Hungaroring. Wo die neue Oberfläche in Spielberg noch für BMW-Siege gesorgt hatte, stellte sie die Münchner in Budapest vor echte Probleme. Denn die Strecke ist komplett anders im Vergleich zu 2014, als Wittmann gewinnen konnte.
„Wo vorher Unebenheiten waren, wo du einen Anbrems- oder Einlenkpunkt dominiert hattest, damit du ein stabileres Auto bekommst, ist es heute platt wie ein Pfannkuchen und du fährst ganz anders. Darauf musst du dein Paket anpassen und optimieren. Da müssen wir noch eine Schippe drauflegen“, sagte Marquardt.

BMW fuhr in Ungarn hinterher - vor allem hinter Audi
Und falls nicht? Nimmt Wittmann es wie eingangs erwähnt so, wie er es immer nimmt. „Dass die Meisterschaft spannend bleibt, war mir klar. Ich bin da relativ entspannt. Selbst wenn Edo mich jetzt überholt, bleiben immer noch zwei Rennen in Hockenheim.“
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