Bei der DTM auf dem Red Bull Ring gibt’s an diesem Wochenende was auf die Ohren: Wo bisher der Sound von röhrenden GT3-Fahrzeugen den Ton angibt, liefert Schaeffler einen Vorgeschmack auf den Sound der neuen DTM Electric. Sie soll im Jahr 2024 an den Start gehen.
„Wir entwickeln den Auto-Sound der Zukunft“, sagt Dr. Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereichs E-Mobilität von Schaeffler. „Beim DTM Electric Sound-Run kann man jetzt schon hören, dass auch elektrischer Motorsport Emotionen pur erzeugt.“
Das Schaeffler-Demofahrzeug der DTM Electric wurde für die Sound-Demonstration mit innovativer Technik ausgestattet. Dazu gehört eine Klangsynthese-Software, die in Echtzeit Fahrzeugdaten und einem speziell für die Rennserie entwickelten Soundprofil kombiniert. Den Sound selbst haben die Fachleute des Unternehmens dem tatsächlichen Klang eines E-Motors nachempfunden.
Das Schaeffler-Demofahrzeug der DTM Electric wurde für die Sound-Demonstration mit innovativer Technik ausgestattet.

Im Fahrzeug verbaute Hardware sorgt dafür, dass die gesamte Karosserie zum Schwingen gebracht wird. So wird der neue unverkennbare Klang für die Zuschauer hörbar. Künftig soll diese Expertise auch in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen.

DTM Sound-Run: Neuer Klang des elektrischen Motorsports

Kraftvolle Bässe, ein tiefes Wummern und dennoch ein bisschen futuristisch: So klingt die neue DTM Electric. Bei der Uraufführung des neuen Sounds auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg sitzt Rennfahrerin Sophia Flörsch am Steuer des Demofahrzeugs und stellt der Motorsportwelt den neuen Klang vor. Vorbild dafür ist das Klangspektrum des im Fahrzeug verbauten Elektromotors, den Schaeffler selbst herstellt. „Die DTM Electric soll weder einen typischen Verbrenner nachahmen noch wie Science-Fiction klingen“, sagt Jochen Schröder. „Vielmehr haben wir den Klang ganz nah an der Physik eines E-Motors entwickelt, nur eben cooler.“

Während der Fahrt werden in Echtzeit Fahrzeugdaten, wie Drehzahl, Motorlast und Bremsdruck in die Software eingespeist. Sie passt nun Tonhöhe und Schallpegel des hinterlegten Profils exakt an die jeweilige Fahrsituation an. Beim Gas geben und Bremsen in verschiedenen Geschwindigkeiten entsteht so ein dynamischer und authentischer Klang. Über einen Verstärker wird dieser anschließend an spezielle Spulen im Fahrzeug weitergegeben, welche die Karosserie anregen und zum Schwingen bringen. So wird der Sound für die Fans an der Rennstrecke hörbar – ganz ohne klassische Lautsprecher.

Sounddesign auch für Serien-Elektroautos

Während sich der neue Sound der DTM Electric am tatsächlichen Klang des E-Antriebs orientiert, kann der Fahrzeughersteller später weitgehend frei entscheiden, wie sich der Fahr-Sound seines Autos anhören soll.
E-Autos, die langsam durch die Stadt fahren, sind heute kaum mehr zu hören. Das erhöht die Gefahr von Unfällen insbesondere mit Radfahrern und Fußgängern. In der EU ist daher inzwischen das sogenannte „Acoustic Vehicle Alerting System“, kurz AVAS, in allen neuen Typen von Hybrid- und Elektroautos vorgeschrieben. Bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h und beim Rückwärtsfahren müssen die Autos einen Geräuschpegel von mindestens 56 dB und maximal 75 dB erzeugen, in den USA bis 30 km/h.
„Bisher haben sich Automobilhersteller mit dem Geräusch der Verbrennungsmotoren voneinander abgegrenzt. Künftig bieten wir die Echtzeit-Klangsynthese auch Automobilherstellern für E-Autos auf der Straße an – für eine gezielte Markendifferenzierung und einen in jeder Fahrsituation authentischen Klang“, sagt Jochen Schröder.
Während sich der neue Sound der DTM Electric am tatsächlichen Klang des E-Antriebs orientiert, kann der Fahrzeughersteller später weitgehend frei entscheiden, wie sich der Fahr-Sound seines Autos anhören soll. „Von der Akustik traditioneller Verbrennungsmotoren bis hin zu futuristisch anmutenden Klangbildern machen wir für Fahrzeughersteller vieles möglich“, sagt Jochen Schröder.

Von

Bianca Garloff