Die Wette gilt: Renningenieur Andreas Roos vom DTM-Team Rosberg will sich mit einem Werkspiloten auf der Rennstrecke messen. Da lassen sich die beiden Audi-Stammfahrer Mike Rockenfeller und Markus Winkelhock nicht lange bitten. Die Abmachung: Die von den DTM-Werkspiloten auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg gefahrene Bestzeit darf von Andreas Roos mit maximal fünf Sekunden überboten werden. Der Wetteinsatz: eine Einladung zum Essen für die gesamte Mannschaft des Teams Rosberg.

Unterstützung vom Teamchef

Ingenieur gegen Rennfahrer
Doch wie kommt ausgerechnet der Renningenieur auf so eine Wette? Bei der Nachbesprechung eines DTM-Rennens hatten sowohl Rockenfeller als auch Winkelhock über komplexe Probleme im Grenzbereich der Fahrphysik geklagt. Doch die Renningenieure ließen den Einwand nicht gelten. Roos, der den A4 DTM von Rockenfeller betreut, behauptete sogar: Er würde es schaffen bis auf fünf Sekunden an die Zeit von Rockenfeller heranzukommen. Gesagt, getan. Einsatzfahrzeug ist ein Audi R8 LMS mit rund 500 PS. Mike Rockenfeller setzt die Bestzeit: 1.49,4 Minuten. Die gilt es nun für Ingenieur Roos zu knacken - inklusive der fünf Sekunden Karenzzeit natürlich.

Es fehlen nur 0,6 Sekunden zum Sieg

Ingenieur gegen Rennfahrer
Nach einer kurzen Eingewöhungsphase brennt er 1.55,0 Minuten in den Asphalt der baden-württembergischen Rennstrecke. Damit ist die Wette zwar verloren, aber es fehlen nur 0,6 Sekunden zum Sieg. "Ich sehe jetzt ein, dass ich in meiner Laufbahn wohl keine ernsthaften Chancen mehr auf ein Werkscockpit habe", witzelt Rockenfellers Ingenieur. "Wir hatten einen Heidenspaß und unsere Ingenieure haben jetzt wieder fürchterlichen Respekt vor den Leistungen der Rennfahrer", resümiert Teamchef Zensen. Was nun noch kommt? Die Wetteinlösung des Technikers natürlich.