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DTM: Titelkampf wieder offen

Rast feiert vierten Sieg in Folge

René Rast gelingt in Spielberg ein historischer Erfolg: Vierter Sieg in Folge für Rast, der 100. für Audi in der DTM. Boxenstopp-Drama um Gary Paffett.
Jetzt wird das DTM-Finale doch noch einmal richtig spannend! Audi feiert am Sonntag in Spielberg den 100. Erfolg in der DTM - und René Rast sensationell seinen vierten Sieg in Folge! Als erster Pilot seit Alessandro Nannini 1996 und erst vierter Fahrer der DTM-Geschichte!

Der 100. DTM-Sieg für Audi: Müller und Rast strahlen

Nach seinem historischen Triumph jubelt Rast: "Ich kann es nicht wirklich glauben. Wir haben im Moment einen brutalen Lauf, es ist fast schon unheimlich." Auch Rast weiß: "Wir haben hier am Wochenende gigantisch viele Punkte mitgenommen. Jetzt gehen wir in den letzten Kampf nach Hockenheim!" Beim Saisonfinale hat Rast auf einmal wieder realistische Titelchancen, denn dort sind noch maximal 56 Punkte zu vergeben. 30 Zähler hat Rast (199 Punkte) vor den letzten beiden Saisonläufen Rückstand.
Als Spitzenreiter zum Finale reist Paul di Resta (229), der sich mit Platz vier am Sonntag knappe vier Punkte vor Mercedes-Kollege Gary Paffett (225) hält. Pole-Mann Paffett wird in Spielberg Dritter, noch hinter Audi-Fahrer Nico Müller - ein verpatzter Boxenstopp beraubt den Briten aller Siegchancen und öffnet Audi am Ende die Tür zum Platztausch an der Spitze.
Trotz seines Pechs bleibt Paffett aber positiv: "Das Rennen heute lief natürlich nicht wie erhofft, wenn man von der Pole losfährt. Aber ich bin der Gesamtführung wieder einen Schritt näher gekommen, das ist alles, was zählt. In Hockenheim wird es ein enger Kampf, ich freue mich darauf."
So lief das Rennen: Die Top-3 Paffett, Müller und Di Resta halten beim Start ihre Positionen, dahinter macht Rast mit einem starken Manöver auf Außenbahn in Turn zwei einen Sprung von Platz sieben auf Platz vier.
An der Spitze übernimmt Müller in Runde drei die Führung von Paffett. Dann die Boxenstopps: Rast kommt am Ende von Runde 16 als erster Pilot aus der Spitzengruppe zum Reifenwechsel. Der Undercut gelingt: Di Resta stoppt einen Umlauf später als Rast und fällt hinter den Audi zurück.

Nicht aufzuhalten: Rast war erneut Mann des Tages

Auf Rasts Taktik reagieren auch die Führenden Müller und Paffett. Doch beim Briten geht der Stopp schief. Die Mercedes-Mechaniker haben Probleme mit dem rechten Hinterrad, drei Sekunden verliert Paffett im Vergleich zu seinen Konkurrenten - und damit seinen zweiten Platz an Rast. In Runde 28 überholt der Titelverteidiger dann ohne große Gegenwehr Markenkollege Müller an der Spitze und feiert schließlich einen historischen Sieg.
Ergebnis - Rennen:
1. René Rast (Audi) 57:45.704 Minuten
2. Nico Müller (Ausi) +0,421 Sekunden
3. Gary Paffett (Mercedes) +4,700
4. Paul di Resta (Mercedes) +6,963
5. Joel Eriksson (BMW) +10,889
6. Pascal Wehrlein (Mercedes) +14,709
7. Timo Glock (BMW) +15,692
8. Mike Rockenfeller (Audi) +20,193
9. Philipp Eng (BMW) +24,830
10. Edoardo Mortara (Mercedes) +25,685

So lief das Qualifying:

Nach einer Kollision in der Startphase und nur einem Pünktchen für Platz zehn war Gary Paffett am Samstag in Spielberg bedient. Schon im Qualifying für das Sonntagsrennen holt der Brite aber die Pole und damit gleich dreimal so viele Punkte wie am gesamten Vortag!
Paffett schlägt im Titelrennen zurück, verkürzt den Abstand auf Spitzenreiter Paul di Resta bereits vor dem Start von neun auf sieben Zähler - der Schotte wird immerhin Dritter. Audi-Fahrer Nico Müller schiebt sich als Zweiter ins Sandwich zwischen die beiden Titelaspiranten von Mercedes.

Gary Paffett zeigt es an: Nummer eins im Qualifying

"Das ist großartig und eine ziemliche Überraschung", freut sich Paffett über seine "Mega-Runde". Der Pole-Mann weiter: "Meine Jungs haben heute Nacht hart gearbeitet und einen tollen Job gemacht, deswegen verdienen sie die Pole."
Verdient hat sich Mercedes über den Verlauf der Saison auch den Markentitel. Diesen machen die Stuttgarter am Sonntag mit den Extrapunkten aus dem Qualifying bereits drei Läufe vor Schluss klar.
Weniger Grund zur Freude hat indes René Rast, der sich als Gesamtdritter auch noch Titelchancen ausrechnet. Der Sieger vom Samstag erwischt im Qualifying keine freie Runde, wird nur Achter. Kleiner Lichtblick: Das erste Rennen in Spielberg gewann Rast sogar von Startposition neun - wenn auch unter tatkräftiger Mithilfe seiner Audi-Kollegen.
Ergebnis - Qualifying:
1. Gary Paffett (Mercedes) 1:23.404
2. Nico Müller (Ausi) +0,028
3. Paul di Resta (Mercedes) +0,228
4. Edoardo Mortara (Mercedes) +0,308
5. Pascal Wehrlein (Mercedes) +0,344
6. Joel Eriksson (BMW) +0,369
7. Timo Glock (BMW) +0,449
8. René Rast (Audi) +0,462
9. Daniel Juncadella (Mercedes) +0,481
10. Philipp Eng (BMW) +0,565

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: DTM / Picture-Alliance

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