DTM: Saisonfinale in Hockenheim 2019

DTM: TV-Lady Andrea Kaiser

Sie wünscht sich Ogier in der DTM

DTM-TV-Lady Andrea Kaiser im Exklusivinterview vorm letzten Saisonrennen
Heute (Sonntag) ab 13 Uhr überträgt SAT.1 das letzte DTM-Rennen der Saison 2019. Auf der Pole-Position: Audi-Pilot Nico Müller. Mit am Start: Moderatorin Andrea Kaiser (37), das TV-Gesicht der Serie und Eherau vom sechsfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier. AUTO BILD sprach mit der Kaiserin der DTM!
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Andrea Kaiser, Sie sind nun seit zwei Jahren das TV-Gesicht der DTM auf SAT.1. Geht das auch 2020 so weiter?
Andrea Kaiser: Ich hoffe persönlich, dass ich nächstes Jahr die DTM mache. Ich werde meinen Sohn im kommenden Jahr auch zu den Rennen in Schweden mitnehmen, weil er da Geburtstag hat. Da kommt mein Mann (Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier; d. Red.) auch mit, weil er nicht nur den Babysitter machen, sondern auch für seine zweite Karriere als DTM-Fahrer üben soll.
Bitte? Sebastien Ogier kommt in die DTM? Er hätte richtig Lust dazu. Ich würde jedenfalls gerne mit Gerhard Berger an dem Plan arbeiten (lacht). Er hört Ende 2020 auf und hätte 2021 Zeit. Für wen, da sind wir komplett offen.
Haben Sie sich also in die DTM verliebt… Ich war schon vorher in die DTM verliebt. Das ist mit der MotoGP der schönste Sport, den ich moderieren durfte. Beim Fußball ist alles distanzierter, weiter weg und politischer. In der DTM sind die besseren Typen, die sind großartig.
Zum Beispiel? Ich bin mit René Rast privat befreundet, ich liebe Bruno Spengler, den kenne ich am längsten.
Was sagt Ihr Mann dazu? Er ist überhaupt nicht eifersüchtig. Was ich sehr schade finde.

Moderatorin Andrea Kaiser (37)

Ist er denn Ihr größter Kritiker?
Ja. Wir sprechen viel über meinen Job darüber. Er lebt und liebt Motorsport. Und wenn ich etwas nicht gut mache, bekomme ich es auch zu hören. Ich weiß dann umgekehrt auch immer, wie ein Rennfahrer denkt.
Was macht René Rast zu einem Typen? Dass er anders ist, als jeder andere Rennfahrer, den ich kenne. Er schaut sich privat wenig Motorsport an. Wenn ich mit ihm rede, spreche ich mit ihm gar nicht über Motorsport. Er interessiert sich für andere Dinge, ist reflektiert, kommunikativ, nicht so ein Selbstdarsteller wie viele andere. Das macht ihn super sympathisch, authentisch.
Wie hat sich die DTM verändert? Es ist eine Serie geworden, die richtig Spaß macht. Nach dem ersten Rennen habe ich eine Nachricht von Familie Vettel bekommen, dass es richtig Spaß macht zuzuschauen. Man merkt, dass jemand das Sagen hat, der Racing haben möchte. Ich hätte gern nur noch mehr Rennen in Deutschland. Aber sie geht in eine gute Richtung.
Was muss die DTM besser machen? Ein bisschen mehr Show wäre gut, mal einen richtigen Superstar bringen wie Pink. Mehr Synergien vernetzen, mehr auf Social Media machen. Ein bisschen jünger denken.
Gibt es einen Fahrer, den man nur noch wachküssen muss? Jonathan Aberdein ist ein Diamant. Und ich hoffe, dass irgendjemand bald mal wieder Timo Glock wach küsst. Ich mache es aber nicht. Ich küsse nur einen Rennfahrer…
Fällt es schwer, jemanden wie Timo nach Niederlagen zu interviewen? Timo ist einfach, weil er Profi ist. Er ist ein kluger Kopf und weiß ja auch, wie es ist, wenn er selbst zu Sebastian Vettel rennen und ihm kritische Fragen stellen muss.
Und wer ist ein A...loch? Das sage ich nicht... (lacht)
Wie groß ist Ihr Lampenfieber vor der Sendung? Es ist eine positive Anspannung, weil ich sehr viel Spaß habe. Hier kommt Walter Röhrl (zweimaliger Rallye-Weltmeister; d. Red.) auf die Startaufstellung und umarmt dich. Emerson Fittipaldi fragt mich, wie oft mein Mann jetzt Weltmeister ist. Und eine Sekunde später bin ich dran. Das ist wie eine große Familie.
In der Sie ihren Sohn eines Tages auch sehen wollen? Lieber Gott, bewahre mich davor, dass mein Sohn in ein Rennauto steigt! Aber das wird schwierig. Er hat kein Ballgefühl, aber kann in seinem Mini-Elektroauto schon besser einparken als Mama. Und er hat auch keine Angst vor Speed. Ich ahne also Schlimmes.

DTM: Saisonfinale in Hockenheim 2019

Autoren: , Andreas Reiners

Fotos: Picture Alliance

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