DTM: Wickens wird zum Mr. Norisring
Vier Kurven und ihre Geheimnisse

Zwei der letzten vier DTM-Rennen auf dem Stadtkurs hat er gewonnen, die anderen beiden Male wurde er Zweiter: Robert Wickens brilliert am Norisring.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Geduld ist nicht gerade die Stärke der meisten Rennfahrer, sie steht im Widerspruch zu ihrem Naturell. Robert Wickens hat sie am Norisring dennoch bewiesen und aus ihr eine Tugend gemacht. Der Kanadier gewann am Sonntag den zweiten DTM-Lauf des Wochenendes auf dem Nürnberger Stadtkurs. Am Vortag hatte er als Zweitplatzierter noch hinter Pascal Wehrlein zurückstecken müssen. Einen Angriff auf seinen Teamkollegen riskierte er im Sinne des Teams trotz besserer Reifen nicht. Wickens' Vorteil am Sonntag: Im Kampf um die Führung lag nach wenigen Runden nur Bruno Spengler im BMW vor ihm.
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Freie Fahrt und frische Luft
Die Führungsposition tat derweil ihr Übriges: „Ich hatte heute natürlich auch den Vorteil, dass man als Führender freie Fahrt hat. Wenn dadurch immer frische und kalte Luft auf die Bremsen kommt, macht es einem das Leben schon sehr viel einfacher.“ Doch ist Wickens starke Form auf dem Norisring tatsächlich nur darauf zurückzuführen? Der Mann aus Toronto weiß selbst um seine blendende Statistik auf dem Stadtkurs in der jüngeren Vergangenheit. „Ich liebe die Strecke. Bei den letzten vier Rennen hier war ich nie schlechter als Zweiter“, erinnert sich Wickens.

Wickens im Siegerinterview mit ABMS-Reporter Frederik Hackbarth
Quali-Patzer als Motivation
Der Kanadier strahlend: „Das Auto wurde mit der Zeit immer besser und ich konnte es wirklich kaum glauben. Selbst der Reifen wurde einfach nicht schlechter. So etwas habe ich auch noch nie erlebt. Am Ende hatte ich was die Rundenzeiten betrifft sogar noch Reserven.“ Das Fazit unter das Wochenende fiel dementsprechend gut aus. „Alles in allem war es ein perfekter Tag, vor allem wenn man von Rang drei aus losfährt.“ Nach dem Qualifying war es um Wickens' Laune noch nicht so gut bestellt. „Da war ich wirklich angefressen, weil ich einen Fehler gemacht habe, der mich ein besseres Resultat gekostet hat. Aber wer weiß, wofür es am Ende gut war... denn so war ich besonders motiviert, es im Rennen wieder auszubügeln.“
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