Es lässt sich kaum schönreden: Wenn es um den Bau erschwinglicher und alltagstauglicher Elektroautos geht, hat China die Nase ganz weit vorn. Während sich westliche Autobauer in den vergangenen Jahren vor allem auf teure SUV und Limousinen konzentriert haben, die sich nur wenige leisten können, überfluten chinesische Hersteller den Markt nun mit günstigen Stromern für jedermann.
Das sorgt für Panik in der westlichen Wirtschaft. Um die eigenen Unternehmen vor der Konkurrenz aus Fernost zu schützen, erheben etwa die USA bereits heute 25 Prozent Zoll auf den Import chinesischer Autos. Jetzt zieht die Regierung von Präsident Joe Biden die Preisschraube wohl noch einmal drastisch an.
Wie unter anderem FAZ.net unter Berufung auf US-Medien berichtet, erwägen die USA eine Vervierfachung der aktuellen Strafgebühren. Bereits am 14. Mai 2024 will man demnach einen Einfuhrzoll in Höhe von 100 Prozent auf Elektroautos aus China verkünden. Auch auf Halbleiter und Komponenten für Solaranlagen sollen höhere Gebühren entfallen.
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Ausschlaggebend für diese drastische Maßnahme sind laut Bericht Chinas steigende Exporte im Bereich der erneuerbaren Energien. Die USA sehen dem Anschein nach ihre eigene und deutlich langsamer anlaufende Industrie in diesen Sektoren bedroht. Bereits unter der Regierung von Ex-Präsident Donald Trump hatten die Vereinigten Staaten Zölle im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar (circa 278 Milliarden Euro) auf Waren aus China verhängt.

Entscheidung nach langjähriger Uneinigkeit

Unter den Wirtschaftsberaterinnen und -beratern des Weißen Hauses herrschte in den vergangenen Jahren Uneinigkeit darüber, ob man die Zölle weiter anheben sollte. Während einige sich dafür aussprachen, forderte etwa Finanzministerin Janet Yellen, die Zölle auf Konsumgüter zu senken und sich stattdessen auf erhöhte Gebühren für strategische Sektoren zu fokussieren.
Die nun anvisierte Maßnahme dürfte für Präsident Biden auch wahlkampftaktisch relevant sein. Sein Rivale Donald Trump kündigte im Fall seiner Wiederwahl bereits an, die Zölle auf alle chinesischen Waren um 60 Prozent anheben zu wollen. Um Stärke gegenüber China zu zeigen, muss nun auch Biden handeln. Zuvor hatte er bereits die Zölle auf Stahl und Aluminium aus China verdreifacht.
China äußerst sich zu den aktuellen Plänen der US-Regierung erwartungsgemäß empört. Laut Bericht kündigte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums an, dass sein Land alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um seine Rechte und Interessen zu verteidigen. Doch nicht nur China muss mit höheren Importzöllen rechnen.
Laut Elektroauto-news.net wollen die USA auch einen Zuschlag von 2,5 Prozent auf alle anderen importierten Autos erheben. Davon wären auch deutsche Autobauer betroffen. In Europa selbst denkt man hingegen ebenfalls über Strafzölle für chinesische Elektroautos nach und prüft gegenwärtig, ob sich chinesische Automobilhersteller durch staatliche Subventionen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Ergebnisse will die EU-Kommission Anfang Juni 2024 vorlegen.