Kürzlich feierten wir zwei Jubiläen: Landung der Alliierten in der Normandie vor 80 Jahren, Inkrafttreten des Grundgesetzes vor 75 Jahren. Beides sicherte die Demokratie in Europa und uns ein Leben in Frieden und Freiheit.
Kürzlich gedachten wir auch einem Jahrestag: Vor 35 Jahren richtete das chinesische Regime auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking ein Massaker an. Damals habe ich live im Fernsehen verfolgt, wie das Militär mit Panzern kam. Hunderte, wenn nicht Tausende Menschen wurden niedergemetzelt und so die Studentenproteste beendet. Das Einzige, was diese Menschen wollten: ein bisschen mehr Demokratie und Freiheit.
Nichts davon ist gekommen. Aktuell werden die Menschenrechte in China mit Füßen getreten. Todesstrafe, Folter, Umerziehungslager, eingeschränkte Meinungsfreiheit, Medien- und Internetzensur sowie die Unterdrückung ethnischer Minderheiten in Tibet sind Beispiele dafür. Nicht zu vergessen: Die Weltmacht China bedroht das demokratische Taiwan und ist der größte Unterstützer Russlands im Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Und aus diesem Land soll ich ein Auto kaufen? Niemals!
Made in China ist allgegenwärtig. Ja, auch mein iPhone wurde dort produziert. Aber als Verbraucher haben wir es in der Hand, auf China-Ware zu verzichten, wo dies möglich ist. Ich selbst gebe gern paar Euro mehr aus für demokratisch produzierte Produkte europäischer Herkunft.
Aufgeklärte Verbraucher achten bei ihrem Konsum auf Umweltschutz und Tierwohl. Was wir kaufen, soll bitte klimaverträglich produziert sein, das Frühstücksei möglichst vom Freilandhuhn kommen. Und was ist mit dem Menschenwohl?
In der Politik, vor allem aber in der Wirtschaft dominiert die Rücksichtnahme gegenüber diesem Unrechtsstaat, zu groß sind längst die Abhängigkeiten. Als Konsument haben wir es leichter, können selbst entscheiden, ob wir das Portemonnaie aufmachen oder nicht.
Auch mal Nein zu sagen zu "made in China" – die Freiheit nehm ich mir.