Manchmal ist weniger mehr: Statt der bisweilen etwas geräuschvollen Viergang-Schaltung wie beim Modell S3 hat das neue VanMoof S5 nur noch drei nicht mehr ganz so geräuschvolle Gänge. Auf dem Papier ein Rückschritt, der eine Gang weniger macht aber in der Praxis auf der Straße keinen Unterschied. Schließlich arbeitet die Gangschaltung vollautomatisch, und man weiß im Betrieb ohnehin nicht, in welchem Gang man gerade unterwegs ist.
VanMoof S5
S5
VanMoof
S5
  • Alltagsausstattung
  • reichlich Fahrspaß
  • schickes Design
  • Konnektivität und App
  • nur eine Rahmengröße
Preis 2.998,00 €

Neu am VanMoof S5: Halo Rings

Ein Display gibt es nicht; was in dem Elektronengehirn des S5 vor sich geht, kann man als Fahrer nur an zwei Halo Rings genannten Farbstreifen am Lenker erahnen. Sie informieren über Speed, Unterstützungsstufe, Akkustand. Auf der ersten Testfahrt waren wir noch etwas irritiert beim Blick auf die Lichter, hatten den Dreh aber schnell raus.
Die neuen Halo Rings: schick und minimalistisch.
Sämtliche Technik ist im Rahmen verbaut, damit die Erscheinung möglichst clean bleibt. Heißt auch, wer selbst Hand anlegen möchte, ist bei VanMoof falsch. Das dürfte allerdings nur die wenigsten Kunden betreffen, VanMoof spricht Stadtbewohner an, die eine unkomplizierte Mobilitätslösung suchen.
Hier wird der (nicht entnehmbare) Akku geladen.
Gewohnt ungewohnt: Wie alle VanMoof-E-Bikes wird das S5 von einem Frontnabenmotor angetrieben und nicht – wie üblich – von einem Mittelmotor oder Hecknabenantrieb. Vorsicht, wer auf unbefestigtem Untergrund mit Turbo-Boost anfährt, könnte das Vorderrad schnell zum Ausrutschen bringen.
Am Hinterrad schaltet und waltet eine Automatik, vorn sitzt der Motor.
Ein häufiger Kritikpunkt in unseren vergangenen Prüfstandstests war die Leistung der Bremsen. Hier hat VanMoof mit neuen gelochten Bremsscheiben nachgebessert, wir sind schon jetzt sehr gespannt auf die Resultate im Testlabor. Gewohnt gut: der Turboboost, der beim Anfahren auf Knopfdruck extra Leistung abfeuert.

Die wichtigsten Funktionen des VanMoof S5

- Turbo Boost: Mit einem kleinen Knopf am Lenker aktiviert man die Boost-Funktion, der Motor beschleunigt kurzzeitig extra-stark
- Kick lock: Beim Abstellen tritt (kickt) man kurz gegen einen Knopf an der Hinterradachse. Das E-Bike wird gesperrt; wer versucht das S5 zu bewegen, löst einen Alarm aus. Genial: Um das Rad wieder zu entschlüsseln, kann man einfach mit dem Smartphone in die Nähe gehen, das Schloss öffnet sich automatisch

Per Kick lock wird das E-Bike gesichert.

- Halo Rings: LED-Ringe neben den Lenkergriffen, die über die wichtigsten Daten zur Fahrt informieren (Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsstufe)
Äußerlich ist VanMoof seinem Rahmendesign treu geblieben.

VanMoof S5: Fahreindruck

Mit der neuen Dreigang-Automatik ist das Fahren deutlich sanfter geworden, wenngleich man den einen oder anderen Gangwechsel noch spüren kann. Dennoch sind wir uns sicher, auch das neue S5 dürfte ein Erfolg werden. Die Rahmengeometrie und das Lenkverhalten sind gut abgestimmt, die Motorsteuerung überfordert auch E-Bike-Neulinge nicht. Wer sehr unsicher ist, sollte nicht mit maximaler Turbo-Unterstützung anfahren. Wer etwas Übung hat, möchte auf diesen Extra-Spaß nicht mehr verzichten.

Technische Daten

Modell
VanMoof S5
Abzweigung
Preis
Abzweigung
Abzweigung
Rahmen
Abzweigung
Abzweigung
Motor
Abzweigung
Abzweigung
Akku
Abzweigung
Abzweigung
Schaltung
Abzweigung
Abzweigung
Bremsen
Abzweigung
Abzweigung
Gewicht
Abzweigung
Abzweigung
Zulässiges Gesamtgewicht
Abzweigung
2.998 Euro
Aluminium
VanMoof, Frontnabenmotor
487 Wattstunden
elektronische Automatikschaltung mit drei Gängen
VanMoof, hydraulische Scheibenbremsen
23 Kilogramm
120 Kilogramm

Disclaimer

Bike Bild-Redakteur Lennart Klocke
Die E-Bikes von VanMoof werden immer besser. Dort wo es sinnvoll war, wurden Komponenten für das S5 überarbeitet, bei den Themen Konnektivität und Design sind die Entwickler ihrem Erfolgsrezept treu geblieben.

Von

BIKE BILD