(dpa/AUTO BILD) Der Energiegigant E.ON hat in Essen ein neues Testzentrum für Elektromobilität in Betrieb genommen. Das "E.ON Drive Testlab" bietet laut Unternehmensangaben vielfältige Möglichkeiten zur Überprüfung und Weiterentwicklung von Technologien rund um die E-Mobilität. Mit insgesamt 25 Teststationen und digitalen Testumgebungen werden hier Fahrzeuge, Ladestationen, Wallboxen und entsprechendes Zubehör auf Herz und Nieren geprüft.
Die Anlage umfasst fünf Klimakammern, die es ermöglichen, unterschiedlichste Wetterbedingungen von minus 40 bis plus 50 Grad Celsius zu simulieren. Dies erlaubt es, das Ladeverhalten von Elektrofahrzeugen unter extremen Temperaturen zu testen. Autohersteller können somit kostspielige Tests in realen Umgebungen umgehen und ihre Produkte effizienter auf Marktfähigkeit prüfen.
Das "E.ON Drive Testlab" gilt als die größte Anlage ihrer Art in Europa und ist ein klares Zeichen für die Ambitionen von E.ON, das Geschäft mit der E-Mobilität weiter voranzutreiben. Die Tochtergesellschaft E.ON Drive positioniert sich in Deutschland als einer der führenden Betreiber von Ladestationen und hat den Anspruch, das Netz an ultraschnellen öffentlichen Ladepunkten europaweit auszubauen. Im Jahr 2022 hat E.ON bereits mehr als 20.000 Ladepunkte an private und geschäftliche Kunden verkauft.
Patrick Lammers, Vertriebsvorstand bei E.ON, betont die strategische Bedeutung des neuen Test- und Innovationszentrums für die Bewältigung der steigenden Nachfrage nach Ladeinfrastruktur. Damit sei das Unternehmen optimal auf den wachsenden Markt der Elektromobilität eingestellt.
Ein Fokus des Testzentrums liegt auf der Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs. In Kooperation mit Fahrzeugherstellern werden hier spezielle Ladetechnologien für Elektrolastwagen und -busse entwickelt und getestet. Besonders hervorzuheben ist die Kapazität des Labors, Schnellladungen für den Schwerlastverkehr mit einer Leistung von bis zu drei Megawatt zu testen; eine Fähigkeit, die in Europa bisher einzigartig ist.