Mit den vorgegebenen logistischen Bedingungen (Anzahl der Erdtanks, Raffineriekapazitäten) hat die Branche die perfekte Ausrede, um unliebsame, weil zu billige Spritsorten vom Markt verschwinden zu lassen. Theoretisch soll der neue Biosprit 35 Prozent weniger CO2 erzeugen als herkömmliches Benzin. Vergessen wird gern, dass die Umwandlung der in den Pflanzen enthaltenen Stärke Energie verbraucht, ebenso wie Transport und Vertrieb. Dazu eine Aussage von Steve Koonin, BP-Chefwissenschaftler, von 2008: "Auf dem Weg vom Feld zum Fahrzeug erzeugt reines Ethanol etwa 18 Prozent weniger CO2 als reines Benzin. Im Mischungsverhältnis von eins zu zehn (entspricht E10) lassen sich weniger als zwei Prozent CO2-Einsparung realisieren."