Ladesäule

Elektroauto laden: Stromtarife, Preise, Wallbox, Solardach

Alternativen zum öffentlichen Strom: E-Auto laden zum halben Preis

Elektroautos machen Spaß – aber oft nicht an der Ladesäule: Öffentlicher Strom kann teurer sein als Benzin oder Diesel. AUTO BILD stellt Alternativen vor!
Sobald man sein E-Auto unterwegs laden muss, ist es häufig aus mit der billigen Elektromobilität. Die Preise an den Ladestationen sind mitunter höher als für einen vergleichbaren Verbrenner. So kritisierte der Energiehändler Lichtblick 2019 die Preispolitik der Ladesäulenbetreiber: Einige verlangen bis zu 8,69 Euro für 100 Kilometer Akku-Reichweite – "höher als die Kosten einer vergleichbaren Tankfüllung für einen Benziner". Konsequenz: Wer öffentlich lädt, der lernt die Energiewende schnell von ihrer teuren Seite kennen. Die Alternative: Bauen Sie Ihre eigene Elektro-Ladestation!
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Was im ersten Augenblick verrückt klingt, haben viele E-Auto-Besitzer mit der eigenen Wallbox bereits in die Tat umgesetzt. Darunter auch Marianne und Götz Warnke aus Hamburg. Seit Kurzem lädt ihr Renault Zoe nur noch zu Hause. Anstatt teuren Netzstrom zu laden, haben die Warnkes sich eine Solaranlage aufs Dach montieren lassen. "Am Anfang ging es uns ausschließlich um die Umwelt. Jetzt haben wir gelernt, dass es sich auch finanziell lohnt!"

Im Sommer mehr Strom, als das Auto braucht

Götz Warnkes Stromtankstelle: Solarzellen auf dem Dach produzieren Energie für den Renault Zoe.

©G. Warnke

12.000 Euro hat die Anlage gekostet. Sie produziert 4,7 Kilowatt in der Stunde. Für den Arbeitsweg (hin und zurück 40 Kilometer) muss der Zoe des Ehepaars weniger als zwei Stunden an die Wallbox. "Im Sommer liefert die Anlage mehr, als das Auto verbraucht." Was nicht im Akku landet oder im Haushalt genutzt wird, speisen die Warnkes ins öffentliche Netz ein – für 0,10 Euro pro Kilowattstunde, diese Förderung ist für 20 Jahre festgeschrieben. Allerdings sinkt die Fördersumme, inzwischen beträgt sie nur noch 0,08 Euro. Da aber umgekehrt Netzstrom mindestens 0,30 Euro kostet, lohnt sich der eigene Verbrauch. In acht Jahren, schätzt Warnke, hat sich die Anlage bezahlt gemacht. Ab dann lädt der Zoe kostenlos!

"Photovoltaik ist die beste Geldanlage"

Das bestätigt René Pohl aus Berlin: Der Elektroingenieur baut seit Jahren Photovoltaikanlagen für E-Auto-Besitzer. Tendenz: steigend. Seine eigene hat er auf einem Stallgebäude installiert, sie produziert auf 57 Quadratmeter Fläche Strom für seinen BMW i3. "Durch die eigene Tankstelle wird Autofahren komfortabler: Morgens ist der Akku voll, ich verliere nicht unterwegs Zeit mit Tanken." Wer aktuell eine Solaranlage aufs Dach montiert, erhalte noch 0,08 Euro für die Einspeisung – zum Strompreis eine Differenz von 22 Cent. Pohl: "Investition in Photovoltaik ist die beste Geldanlage."
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Autor: Roland Wildberg

Fotos: dpa

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