Elektroautos drücken Sixt ins Minus
Sixt korrigiert Gewinnerwartung

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Sinkende Restwerte der Mietwagenflotte haben Sixt im ersten Quartal einen Verlust beschert. Im zweiten soll es wieder aufwärtsgehen, doch die Ziele für das Jahr sind dahin.
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD/KI) Sixt SE, der in Pullach bei München ansässige Autovermieter, ist im ersten Quartal des Jahres in die Verlustzone geraten. Das Unternehmen verzeichnete unter dem Strich einen Verlust von 23,1 Millionen Euro, was im Jahresvergleich eine Verschlechterung um rund 45 Millionen Euro bedeutet. Als wesentlichen Grund für die negative Entwicklung nennt Sixt vor allem die höheren Fahrzeugkosten, die durch gesunkene Restwerte getrieben werden, insbesondere bei Elektroautos. Diese Situation führt dazu, dass die Fahrzeuge nach der Vermietung zu niedrigeren Preisen verkauft werden müssen und hat sich kürzlich sogar noch verschärft.
Zusätzlich werden die Geschäftsergebnisse durch eine Reihe makroökonomischer Faktoren beeinträchtigt. Dazu gehören eine trübe Konjunkturlage, ansteigende Zinsen sowie sinkende Marktpreise in einigen Regionen. Trotz dieser Herausforderungen ist Sixt zuversichtlich, bereits im laufenden zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückzukehren, mit einem angepeilten Vorsteuergewinn zwischen 60 und 90 Millionen Euro. Diese Zuversicht wird durch die saisonale Schwäche des ersten Quartals und die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung gestützt, wie der scheidende Finanzchef Kai Andrejewski erläuterte.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet der designierte Finanzchef Franz Weinberger zusätzlichen Rückenwind und zeigt sich vor allem hinsichtlich der Reisenachfrage für die Sommermonate optimistisch, welche traditionell den größten Beitrag zum Jahresertrag leisten. Trotz der Anpassung der Prognose für den Vorsteuergewinn auf nun 350 bis 450 Millionen Euro, gegenüber der zuvor kommunizierten Spanne von 400 bis 520 Millionen Euro, bleibt die Umsatzerwartung unverändert. Hier strebt Sixt weiterhin ein deutliches Wachstum im Vergleich zu den 3,62 Milliarden Euro des Vorjahres an. Im ersten Quartal konnte bereits ein Umsatzplus von gut 12 Prozent auf 780 Millionen Euro verzeichnet werden, wobei insbesondere die Märkte in Nordamerika und Deutschland stark zulegten.
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