Elon Musk unterliegt im Rechtsstreit
Ex-Twitter-Angestellter erhält Abfindung

Bild: Richard Bord/Getty Images
- Sandra Bültermann
Nur eine Woche, nachdem Elon Musk Twitter im Oktober 2022 für umgerechnet knapp 40 Milliarden Euro übernahm, feuerte der exzentrische Tech-Milliardär mehr als die Hälfte der Belegschaft des Kurznachrichtendienstes. Das löste eine Reihe von Beschwerden und Rechtsstreitigkeiten aus, weil sich mehrere Tausend Betroffene um Geld betrogen fühlten. Jetzt gab ein Schiedsgericht einer Klage statt und verdonnert Musk zur Zahlung der gesamten Abfindungssumme. Das geht aus einem Memo hervor, das der Nachrichtenseite Bloomberg News vorliegt.
Präzedenzfall für Tausende Ex-Twitter-Mitarbeiter?
Die Lösung des Streits, der durch ein Schiedsverfahren geregelt wurde, erfolgte fast zwei Jahre nach der Twitter-Übernahme und den damit verbundenen Massenentlassungen. "Der Schiedsrichter hat unserem Mandanten die volle Abfindung zugesprochen", so die Anwältin Shannon Liss-Riordan in einer Mitteilung vom 23. September 2024. Um welche Summe es genau geht, ist nicht bekannt. "Wir freuen uns über diese Entwicklung und hoffen, dass sie ein Vorgeschmack auf weitere gute Nachrichten sein wird."
Die Juristin deutet damit an, dass der Sieg als Präzedenzfall für Tausende ehemaliger Twitter-Mitarbeiter dienen könnte, die ähnliche Schiedsgerichtsbeschwerden eingereicht haben. "Wir hoffen, dass Twitter/X bereit sein wird, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und eine Einigung für alle auszuhandeln, wenn weitere Urteile gefällt werden", so Liss-Riordan. X, wie Twitter inzwischen heißt, reagierte bisher nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
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