Nach Vertretern aus der Politik kritisieren nun auch Verkehrsklubs und Umweltverbände das geplante Öko-Label für Neuwagen. "Kontraproduktiv und ökologisch nicht zielführend" nennt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den geplanten Energiepass. Danach sind ähnlich wie bei Kühlschränken acht Energieeffizienzklassen geplant. Der beste Wert ist A+, der schlechteste G. Zur Einteilung in eine der Klassen sollen sowohl der CO2-Ausstoß als auch das Fahrzeuggewicht herangezogen werden. In seiner jetzigen Form sei das Vorhaben geeignet, "schweren Nobelkarossen ein grünes Mäntelchen umzuhängen", so VCD-Chef Werner Korn.

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Nach VCD-Angaben bekommt zum Beispiel ein 875 Kilogramm leichter Toyota Aygo mit 106 Gramm CO2 pro Kilometer ebenso ein D wie ein Audi A8 4.2 TDI, der 1995 Kilogramm wiegt und 199 Gramm CO2 ausstößt. Das federführende Bundeswirtschaftsministerium wollte die VCD-Berechnungen nicht kommentieren und verweist stattdessen auf noch laufende Beratungen mit Verbänden, Ländern und der Europäischen Union. Einen genauen Zeitplan für die Einführung des Energiepasses gebe es noch nicht.