Energieriegel - der ideale Proviant

Wer längere Zeit auf dem Fahrrad unterwegs ist, sollte sich gut verpflegen. Als Richtschnur gilt: Nehmen Sie nach einer Stunde Aktivität 40 bis 60 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde zu sich. Mehr als 90 Gramm pro Stunde schafft der Magen übrigens nicht. Als idealer Proviant erweisen sich Energieriegel. Sie bieten viele Vorteile gegenüber Iso-Getränken, Energiegels oder der Völlerei beim Griechen. „Energieriegel sind kompakt und praktisch, essbar bei fast allen Temperaturen und portionierbar“, lobt Robert Gorgos, Ernährungswissenschaftler und -betreuer beim deutschen Spitzenradsportteam Bora-Hansgrohe, die kleinen Kraftpakete. 
Außerdem würden Energieriegel nicht an den Fingern kleben und seien bei entsprechenden Zutaten leicht verdaulich. „Für mich und meine Sportler ist es wichtig, dass in den Riegeln nichts drin ist, was ich nicht kenne. Keine Füllstoffe wie Polydextrose oder Glycerin, keine künstlichen Aromastoffe, keine Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe – einfach nichts aus der Chemiefabrik.“ Langkettige Kohlenhydrate spenden dauerhaft Energie. Nicht schädlich, aber wohl auch nicht un bedingt notwendig seien große Mengen Einfachzucker. 

Unsere Testsieger: Chimpanzee und Sanct Bernhard

Wir sind uns sicher: Letztlich ist vieles, ja fast alles im Leben Geschmacksache. Und gerade weil die Geschmäcker unterschiedlich sind, haben sich vier Redaktionsmitglieder durch die 16 hier getesteten Energieriegel gefuttert. Zwei Produkte konnten dabei dermaßen überzeugen, dass sie von allen vier Testern zwei Sterne bekamen. Zum einen der Chimpanzee Energy Bar und zum anderen der Sanct Bernhard Sport Reis-Riegel. Hier die zwei Produkte in der Einzelbewertung: 

Chimpanzee Energy Bar

Chimpanzee

Energy Bar

BIKE BILD Kauftipp
  • Pro IconDer Riegel lässt sich gut aus der Verpackung lösen. Die Konsistenz ist fest, aber nicht klebrig, Rückstände bleiben an den Fingern nicht haften. 27 Prozent des veganen Riegels sind geröstete Erdnüsse, was den hohen Proteinanteil begründet. Der hohe Fett- und Ballaststoffanteil sorgen für eine langanhaltende Sättigung. Sehr natriumarm. Die Konsistenz hat uns voll überzeugt: weder trocken noch klebrig.
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    Sanct Bernhard Sport Reis-Riegel

    Sanct Bernhard

    Sport Reis-Riegel

    BIKE BILD Kauftipp
    • Pro IconDieser Energieriegel hat sich bei unseren Testern durch den fruchtigen und natürlichen Geschmack zum Liebling entwickelt. Im Mund wird der fluffige Riegel schnell zu Brei und benötigt nicht zwangsweise Wasser zum Nachspülen. Die Energie kommt überwiegend aus Kohlenhydraten (Einfachzucker, Hafer, Reis). Nachteile: Der Reis-Riegel klebt an den Fingern, Aromen und Palmfett sind leider enthalten.
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      Alle 16 Riegel – das Testergebnis in der Übersicht 

      Energieriegel im Test

      Energieriegel im Test
      Inhalt
      55 g
      50 g
      35 g
      30 g
      55 g
      35 g
      40 g
      40 g
      95 g
      65 g
      55 g
      50 g
      50 g
      50 g
      45 g
      30 g
      Geschmacksrichtungen
      u. a. Apple & Ginger, Lemon, Apricot, Crunchy Peanut, Cashew & Caramel
      Peanut Butter,
      Chocolate & Peanut Butter,
      Chocolate & Hazelnut Butter
      Joghurt, Erdbeere
      Banane-Vanille, Aprikose, Orange, rote Früchte
      Banane, Waldbeere, Karamell, WaldbeereJoghurt
      Multifrucht, Schokolade
      Orange, Pflaume, Kakao Nibs Vanille
      u. a. Mango-Cashew, Ananas-Kokos, KokosLakritz, Zitrone-Ingwer, Aprikose-Walnuss
      u. a. Cappuccino, Spekulatius, Banane, Apfelstrudel, Milk & Honey, Kirsch-Mandel
      u. a. Schoko-Orange, Banana Bread, BrazilNut, Erdnuss-Karamell, Apfelstrudel
      Chocolate Caramel, Peanut Caramel, Coco-Hazelnut Caramel
      Apfel-Zimt, Chili & Citrus-Öl, Vanille & Beeren, Cashew, Peanut, Kokosnuss
      Kokos & Kakao, Maracuja & Kokos, Erdnuss & Dattel, salziges Karamell
      Himbeere, Mango, Apfel
      Aprikose-Vanille, Beere, Salty + Nuts, Banane
      Schokolade, Lemon, Aprikose
      Preis (Riegel / 100 g)
      1,89 Euro / 3,44 Euro
      2,29 Euro / 4,58 Euro
      0,99 Euro 2,83 Euro
      1,99 Euro / 6,63 Euro
      2,19 Euro / 3,98 Euro
      0,79 Euro / 2,26 Euro
      1,69 Euro / 4,23 Euro
      1,99 Euro / 4,98 Euro
      1,69 Euro / 1,78 Euro
      1,89 Euro / 2,91 Euro
      1,79 Euro / 3,25 Euro
      1,99 Euro / 3,98 Euro
      0,99 Euro / 1,98 Euro
      1,50 Euro / 3,00 Euro
      1,80 Euro / 4,00 Euro
      1,29 Euro / 4,30 Euro
      Energie
      (Riegel / 100 g)
      247 kcal / 450 kcal
      227 kcal / 452 kcal
      152 kcal / 434 kcal
      106 kcal / 355 kcal
      189 kcal / 344 kcal
      145 kcal / 414 kcal
      138 kcal / 346 kcal
      163 kcal / 408 kcal
      410 kcal / 431 kcal
      303 kcal / 466 kcal
      224 kcal / 408 kcal
      215 kcal / 430 kcal
      396 kcal / 198 kcal
      190 kcal / 380 kcal
      172 kcal / 380 kcal
      105 kcal / 351 kcal
      Kohlenhydrate
      (Riegel / 100 g)
      31 g / 56 g
      23 g /46 g
      24,9 g / 71 g
      23 g / 77 g
      39 g / 70 g
      24,5 g / 70 g
      10,4 g / 26 g
      23 g / 56 g
      55,3 g / 58,2 g
      34 g / 53 g
      24 g / 44 g
      21,5 g / 43 g
      23,4 g / 46,8 g
      36 g / 72 g
      32 g / 70 g
      16,8 g / 55,8 g
      davon Zucker
      (Riegel / 100 g)
      14,8 g / 27 g
      9,2 g / 18 g
      13 g / 37 g
      13 g / 42 g
      21 g / 39 g
      11,2 g / 32 g
      8,8 g / 22 g
      9,5 g / 24 g
      32,6 g / 34,3 g
      17 g / 26 g
      14 g / 25 g
      21,5 g / 43 g
      22,4 g / 44,8 g
      18 g / 36 g
      15 g / 34 g
      11,8 g / 39,5 g
      Protein
      (Riegel / 100 g)
      8,8 g / 16 g
      7,1 g / 14 g
      13 g / 37 g
      1,2 g / 3,9 g
      2,7 g / 4 g
      2,2 g / 6,2 g
      3,2 g / 7,9 g
      2,4 g / 6 g
      4,9 g / 5,2 g
      4,2 g / 6,5 g
      10 g / 19 g
      5 g / 10 g
      1,9 g / 3,9 g
      2 g / 4 g
      3,3 g / 7,3 g
      4,7 g / 15,8 g
      Fett
      (Riegel / 100 g)
      7 g / 13 g
      11 g / 22 g
      4,2 g / 12 g
      0,9 g / 3 g
      2,3 g / 4,2 g
      4,2 g / 12 g
      9,2 g / 23 g
      6,3 g / 16 g
      17,5 g / 18,4 g
      14 g / 22 g
      9,5 g / 17 g
      11 g / 22 g
      9,3 g / 18,6 g
      4 g / 8 g
      2,9 g / 6,5 g
      2,0 g / 6,5 g
      Ballaststoffe
      (Riegel / 100 g)
      5,5 g / 9,8 g
      3,1 g / 6,2 g
      0,9 g / 2,5 g
      k. A. / k. A
      2,7 g / 4,9 g
      k. A. / k. A.
      3,1 g / 7,8 g
      3,3 g / 8,2 g
      k. A. / k. A.
      2,9 g / 4,5 g
      4,4 g / 7,9 g
      5 g / 10 g
      6,6 g / 13,2 g
      k. A. / k. A.
      2,6 g / 5,8 g
      0,8 g / 2,7 g
      Salz
      100 mg / 190 mg
      380 mg / 760 mg
      137 mg / 390 mg
      30 mg / 100 mg
      60 mg / 100 mg
      200 mg / 580 mg
      < 55 mg / < 100 mg
      36 mg / 90 mg
      370 mg / 390 mg
      100 mg / 160 mg
      340 mg / 630 mg
      15 mg / 30 mg
      20 mg / 40 mg
      120 mg / 240 mg
      500 mg / 1100 mg
      140 mg / 480 mg
      Geschmack (max. 8 Sterne)
      ★★★★★★★
      ★★★★
      -
      ★★★★
      ★★★★★★★
      ★★★★★
      ★★★
      ★★★★★★
      ★★★★★★
      ★★★★
      ★★★★★
      ★★★★★★
      ★★★★★★
      ★★★★★★★
      ★★★★★★★
      ★★★★★★★
        

      14 weitere Energieriegel im Geschmackstest

      Wir sind uns sicher, dass viele Leser auch unter den folgenden Produkten einen Lieblingsriegel entdecken werden. Machen Sie es wie die BIKE BILD-Redaktion, futtern beziehungsweise testen Sie sich durch das Angebot. 

      UltraSports Performe UltraBar

      Externe VerlinkungEnergieriegel im Test

      UltraSports

      Performe ultraBar

      • Pro IconDie Verpackung lässt sich unkompliziert öffnen. Dank der Oblaten klebt der Fruchtriegel nicht an den Fingern. Die Energieausbeute fällt mit nur 105 Kalorien pro Schnitte klein aus. Der hohe Proteinanteil – auf Basis von Molkeeiweiß (Achtung, nicht frei von Laktose!) – von rund 16 Prozent sorgt für eine lange Sättigung. Der milchige und zitronige Geschmack hat unseren Testern überwiegend sehr gut gefallen.
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        Sponser High Energy Bar

        Externe VerlinkungEnergieriegel im Test

        Sponser

        High Energy Bar

        • Pro IconDurch das dünne Format passt der Riegel perfekt in die Trikottasche. Beim Öffnen klebt er allerdings an der Verpackung. Die nussige Note hat allen Testern gemundet. Theoretisch lässt sich der Riegel ohne Flüssigkeit kauen und verzehren. Doch ein halbes Gramm Salz werden pro Riegel aufgenommen – daher sollten Sie gut nachtrinken, denn das Natrium im Salz bindet Wasser. Gut geeignet für Sportler.
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          Bombus Raw Energy

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          Raw Energy

          Coconut

          • Pro IconReduzierter ist hier keine andere Zutatenliste: Datteln (68 Prozent), Kokosnuss (27 Prozent), Maracuja-Fruchtsaft (5 Prozent) – that’s it. Entsprechend fruchtig, und natürlich schmeckt der Riegel, sogar leicht säuerlich. Die Konsistenz ist fest und ein bisschen klebrig. Im Mund wird der Riegel schnell zu Brei. Der Ballaststoffanteil ist enorm – der Riegel wird lange sättigen, könnte aber auf den Magen schlagen.
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            Raw Bite Bio Rohkostriegel

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            Raw Bite

            Bio Rohkostriegel

            • Pro IconBio-Riegel mit natürlichen, hochwertigen Zutaten (Nüsse und Trockenfrüchte), der weder klebt noch bröckelt trotz der Nussstücke im Riegel. Sehr gehaltvoll, sättigend und angenehm fruchtig. Wahrscheinlich braucht man Wasser zum Nachspülen. Die Verpackung lässt sich leicht öffnen. Angesichts der Zutaten: sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings ist auch dieser Riegel zu natriumarm.
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              Powerbar Ride Energy

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              Powerbar

              Ride Energy

              • Pro IconDer Riegel von Powerbar ist weniger eine zuckrige Versuchung, als er durch seine süße Karamellfüllung suggeriert. Die Schokoladenschicht könnte im Sommer zum Problem werden, wenn sie schmilzt. Der hohe Protein- und der geringe Kohlenhydratanteil klassifizieren ihn eher als Regenerationsriegel nach der Aktivität. Leider auf der Zutatenliste: Palmfett. Gut ist der hohe Natriumgehalt.
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                Energy OatSnack

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                OatSnack

                Energy

                • Pro IconDie Schokoglasur könnte zum Problem werden, schmelzen und schmieren, wenn der Riegel in der warmen Trikottasche wartet. Trotz fester Konsistenz zerbröselt der Riegel schnell, wenn man ihn aus der zähen Verpackung schält. Geschmacklich schnitt der Haferblock (Haferanteil von 46 Prozent) durchschnittlich ab. Auf Geschmacksverstärker wurde verzichtet, auf Palmöl leider nicht. Etwas zu salzarm.
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                  Oat King Bars

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                  Oat King

                  Oat King Bars

                  • Pro IconDieser Riegel auf Haferbasis ist etwas frickelig zu öffnen. Wer die süße Apfel-Zimt-Bombe am Stück schafft (Spülwasser ist nötig!), braucht für die langkettigen Kohlenhydrate erstmal eine längere Verdauungspause. Daher wohl kein Snack für zwischendurch – besser geeignet als Kuchenersatz im Zusammenspiel mit einem Kaffeestopp. Der Oat King Bar ist der günstigste Riegel in diesem Vergleich.
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                    Mule Bar

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                    Mule Bar

                    Mule Bar

                    • Pro IconDarauf muss man erst einmal kommen: Lakritz im Energieriegel! Harmoniert mit den gerösteten Kokosflocken sehr gut – und sorgt für Frische und Abwechslung im Mund. Die Konsistenz gefällt uns gut, der Riegel klebt auch nicht an den Fingern. Die Verpackung lässt sich leicht öffnen, reißt aber unkoordiniert in alle Richtungen auf. Der hohe Fettgehalt im Riegel macht Radfahrer lange satt.
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                      Isostar High Energy Riegel

                      Externe VerlinkungEnergieriegel im Test

                      Isostar

                      High Energy Riegel

                      • Pro IconIsostar schickt einen der günstigsten Riegel in den Test. Die Verpackung machte Probleme beim Öffnen. Der Kohlenhydratanteil ist hoch – dadurch liefert der schokoladige Riegel schnell und leicht verfügbare Energie. Zu den Ballaststoffen gibt es keine Angaben. Leider ist klimaunfreundliches Palmfett enthalten, ebenso Laktose. Der natürliche Haferflockenanteil ist mit 14 Prozent sparsam.
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                        High5 Energy Bar

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                        High5

                        Energy Bar

                        • Pro IconDer Riegel von High 5 lässt sich leicht öffnen. Sowohl Geschmack als auch Konsistenz haben unsere Tester überzeugt: „Saftig“, „einfach zu kauen“, „fruchtig“ lauten die Urteile. Fast 50 Prozent der Energie stammen aus natürlichen Trockenfrüchten, 25 Prozent aus Hafer. Auf Palmöl wurde verzichtet. Der Preis fällt trotz der hochwertigen Zutaten moderat aus. Der Salzanteil dürfte gern etwas größer sein.
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                          Enervit Competition Bar

                          Externe VerlinkungEnergieriegel im Test

                          Enervit

                          Competition Bar

                          • Pro IconMit Blick auf die Zutaten ist der Riegel übertrieben teuer. Zum Hochpreis gibt es zumindest einen Kohlenhydratlieferanten mit perfekter Konsistenz: weder zu bröselig noch zu klebrig. Rund ein Drittel der Kohlenhydrate sind natürlichen Ursprungs: Reis- und glutenfreie (!) Haferflocken. Der verwendete Karamell-Farbstoff ist deplatziert. Zudem dürfte ein Performanceriegel mehr Natrium enthalten.
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                            Dextro Energy Müsli Riegel

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                            Dextro Energy

                            Müsli Riegel

                            • Pro IconDie Verpackung lässt sich leicht öffnen. Die Konsistenz ist zu bröselig – so landet manches auf dem Boden statt im Mund. Den Geschmack empfanden alle Tester als extrem künstlich. Ein Blick auf die Zutatenliste bestätigt den Eindruck: Nur 1,7 Prozent des günstigen Riegels sind Erdbeeren. Mit verschiedenen Zuckerarten wurde nicht gegeizt, sodass die Energie ohne Umwege ins Blut schießt.
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                              Clif Bar Nut Butter Bar

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                              Clif Bar

                              Nut Butter Bar

                              • Pro IconUnsere Tester fanden, dass sich dieser Riegel zu schwer aus der Verpackung pellen ließ. Ein Fünftel des süßen Riegels besteht aus Erdnussbutter – in Form eines flüssigen Kerns. Schleckermäuler werden das lieben! Doch leider verklebt der Riegel so den Mundraum. Positiv ist der hohe Natriumgehalt. Das Palmöl dämpft das ökologische Gewissen, fürs Sonnenblumenöl gibt es gesündere Alternativen.
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                                Lifefood Bio Lifebar In Choco

                                Externe VerlinkungEnergieriegel im Test

                                Lifefood

                                Bio Lifebar In Choco

                                • Pro IconGehaltvoller Bio-Riegel, der gänzlich aus natürlichen Zutaten wie Trockenfrüchten, Nüssen und Kakaobutter besteht. Der hohe Fettanteil sorgt für eine langanhaltende Sättigung und hinterlässt ein gutes Mundgefühl. Doch unter Last könnte der Magen überfordert sein. Die schokoladige Ummantelung wird im Sommer sicher schmieren. Auch hier dürfte der Natriumgehalt durchaus höher ausfallen.
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                                  Salze sind unverzichtbar

                                  Ein gewisser Salzanteil sollte Energieriegeln beigemischt sein, weil Natrium in teils großen Mengen über den Schweiß verloren geht. Werte von bis zu 2000 Milligramm pro Liter Schweiß habe Gorgos bei seinen Fahrern gemessen. Wichtig: Der Natriumverlust ist höchst unterschiedlich und genetisch bedingt. Gorgos weiter: „Etwa zwei Drittel der Energie dürften bestenfalls aus (langkettigen) Kohlenhydraten stammen. Je intensiver die Belastung, desto mehr Kohlenhydrate sind nützlich. Fette dienen zwar dem Sättigungs- und Mundgefühl, können aber den Magen-Darm-Trakt schnell überfordern.“ Auf künstlich zugefügte Mikronährstoffe wie Vitamine würde Gorgos verzichten, „weil natürliche Inhaltsstoffe wie etwa Hafer von Natur aus ein gutes Spektrum mitbringen“. Das Credo des Experten: „Die Natur schlägt die Chemiefabrik immer – und schmeckt am Ende auch besser.“

                                  Diesen Treibstoff benötigen unsere Muskeln

                                  Wenn der Akku erst mal leer gefahren ist, dann geht es nur noch schwerlich, bisweilen kaum noch voran. Nein, die Rede ist nicht von Ihrem E-Bike, sondern vom menschlichen Körper. Mit dessen Energiemanagement verhält es sich ähnlich: Während einer ausdauersportlichen Aktivität wie dem Radfahren wird – sehr vereinfacht aus - gedrückt Energie benötigt, die in Leistung und damit letztlich in Vortrieb umgewandelt wird. Der überwiegende Teil dieser Energie wird vor allem aus zwei Energieträgern gewonnen: Kohlenhydrate (in Form von Glykogen) und Fette. Während sogar ein schlanker Mensch mit seinen Fettreserven zehn Tage am Stück Fahrrad fahren könnte, sind die Glykogenspeicher in den Muskel- und Leberzellen begrenzt und reichen sogar bei top austrainierten Sportlern nur für 90 bis 120 Minuten.

                                  Kohlenhydrate - ohne sie geht nichts

                                  Das Problem: Ohne Kohlenhydrate geht nichts, nicht mal die Fettreserven lassen sich dann beliebig stark und lang anzapfen. Merksatz: Fette verbrennen nur im Feuer der Kohlenhydrate. „Man geht davon aus, dass der Körper in eine Art Schutzfunktion übergeht und gewisse Körperfunktionen einschränkt, wenn nur die Hälfte der Glykogenspeicher geleert sind“, mahnt Robert Gorgos, Ernährungswissenschaftler und -betreuer beim deutschen Spitzenradsportteam Bora-Hansgrohe. Mit fatalen Folgen: Die Konzentration lässt nach, Koordination und Reaktionsfähigkeiten leiden, und die Leistungsfähigkeit schwindet. 
                                  Es kommt noch schlimmer. „Läuft der Speicher weiter leer, wird der Körper dazu übergehen, Proteine zu verstoffwechseln, um so den Glukosestoffwechsel aufrechtzuerhalten. Dadurch wird man anfälliger für Verletzungen und Infekte und fördert den Abbau von Muskelmasse, weil dem Körper wichtige Strukturproteine zur Energiegewinnung entzogen werden.“ Diesen Vorgang nennt man Katabolismus. 

                                  Mehr Leistung benötigt mehr Kohlenhydrate

                                  Die Zusammenhänge sind für einen Hobbyradler und einen World-Tour-Profi laut Gorgos grundsätzlich vergleichbar. „Je höher die Belastungsintensität, desto mehr Kohlenhydrate verbraucht der Körper.“ Dabei werde gern die Tatsache unterschlagen, dass „Glukose- und Fettverbrauch stets parallel ablaufen“. Was sich mit zunehmender Belastungsintensität indes ändert, ist der relativ steigende Anteil von Kohlenhydraten an der Energiegewinnung. 
                                  Beim Radfahren kommt erschwerend hinzu, dass primär die Beinmuskulatur in Anspruch genommen wird. „Selbst großen und schweren Fahrern werden daher maximal 400 Gramm Glykogen zur Verfügung stehen.“ Das reiche für ein bis eineinhalb Stunden Sport an der Belastungsgrenze. 

                                  Vom Profisport lernen

                                  Im Profisport hat längst ein Umdenken eingesetzt. Früher hieß es, man solle „auf Fetten fahren“. Mit diesen Worten wurde das sogenannte Nüchterntraining propagiert, bei dem auf die externe Gabe von Kohlenhydraten während der Belastung verzichtet wurde. Je tiefer die Erschöpfung, nahm man irrigerweise an, desto größer der Trainingseffekt. Längst weiß man es besser, sagt Gorgos: „Teil der Regeneration ist die Versorgung in der Einheit.“ Nicht nur diese Erkenntnis können Hobbyradler und Tourenfahrer aus dem Profisport mitnehmen. 
                                  Viele Radler denken, dass sie durch den Nahrungsverzicht während einer Aktivität Gewicht verlieren. „Das komplette Leerfahren lohnt sich nie“, weiß jedoch Gorgos, „weil einen dann drei bis vier Stunden nach der Fahrradtour der Heißhunger heimsucht“. Der Körper werde dann versuchen, so viele Kalorien wie möglich zu bunkern. Smarter sei es, sich während der Belastung zu verpflegen und erst dann Kalorien einzusparen, wenn der Körper diese nicht mehr benötige zur Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität.