Der Bundesrat hat am 7. November 2008 mit einer knappen Mehrheit die umstrittene Erhöhung der Lkw-Maut für 2009 beschlossen. Im Durchschnitt steigt die Autobahn-Gebühr für schwere Lastwagen zum 1. Januar 2009 von 13,5 auf 16,3 Cent je Kilometer. Mit weitaus höheren Mautsätzen müssen viele ältere Fahrzeuge (drei Jahre und älter) rechnen, da sie höhere Abgaswerte haben. Die für Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserwege vorgesehenen Mauteinnahmen sollen so von einer auf fünf Milliarden Euro steigen. Die Erhöhung war zwischen den Ländern lange umstritten, weil diese einerseits höhere Verkehrsinvestitionen verlangten, auf der anderen Seite aber auch die Mehrbelastung des Speditionsgewerbes verhindern wollten.
Nach einem Gespräch der Unions-Ministerpräsidenten am 6. November 2008 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde unmittelbar vor der Bundesratssitzung eine Probeabstimmung durchgeführt – mit denkbar knappem Ergebnis: 35 der 69 Abgeordneten stimmten dem Antrag zu.