Erste Fotos vom neuen BMW 7er
Das ist der neue Siebener

Am 15. November rollt der neue 7er für mindestens 69.500 Euro zu den BMW-Niederlassungen. Größer und moderner, aber eben auch schlichter als sein Vorgänger. Die Highlights stecken unterm Blech.
- Jochen Knecht
Totgesagte leben länger. Als 2001 die aktuelle 7er-Generation ihre eigenwillig geformte Nase erstmals in den Fahrtwind hielt, rechneten viele Experten mit einer katastrophalen Bauchlandung des Luxus-Schlachtschiffs. Zu modern und zu eigenwillig sei das Design, zu kompliziert das neue Bediensystem iDrive. Davon wollen heute nicht nur die Experten von damals nichts mehr hören. Denn vor allem in Amerika kam der schiefe Look, den der damalige BMW-Chefdesigner Chris Bangle dem 7er ins Blech geschneidert hatte, überaus gut an. Und der viel gescholtene iDrive-Knubbel findet sich inzwischen nicht nur in praktisch allen anderen BMW-Modellen, sondern auch in dem einen oder anderen Konkurrenzprodukt.
Mehr Radstand für mehr Platz im Fond
Das Selbstbewusstsein, mit dem die Münchner Ingenieure die neue 7er-Generation entwickelt haben, ist dem großen BMW anzusehen. Zwar fehlen die extremsten Design-Schrägen des ersten Bangle-Entwurfs – mit seiner extrem groß geratenen Kühler-Niere, den extravagant gezeichneten Scheinwerfern und einem selbstbewusst-wuchtigen Heck gibt sich der 7er alle Mühe, aus der Masse der Luxus-Kreuzer hervorzustechen – ohne die konservative Kundschaft vor den Kopf zu stoßen. In Sachen Abmessungen steht er gut im Futter. 5,07 Meter ist die neue Generation lang. Das sind drei Zentimeter mehr als beim Vorgänger. Acht zusätzliche Zentimeter haben die BMW-Ingenieure beim Radstand rausgeholt – was ein bisschen mehr Beinfreiheit für Hintensitzer bedeutet. Einen Zentimeter verloren hat das Flaggschiff bei der Höhe. Die entsprechenden Li-Langversionen sind 14 Zentimeter länger als die Standard-Modelle.
Der Siebener sieht auch im Dunkeln

Bild: Werk
Zwei Benziner, ein Diesel
Kräftig entrümpelt wurde die Inneneinrichtung des großen Bayern. Der große Navi-Bildschirm thront über der wuchtigen Mittelkonsole, die jetzt wieder mit einem Automatik-Wählhebel bestückt ist. Der iDrive-Knubbel kann optional auch als Keramik-Modell geordert werden und lässt sich mit frei belegbaren Direktwahltasten kombinieren. Ein frischer Wind weht auch hinter der aus Gründen des Fußgängerschutzes sehr steil stehenden BMW-Niere. Top-Modell ist zum Start am 15. November 2008 ein 4,4-Liter-Biturbo-V8 im 750i, der 407 PS leistet. Darunter rangiert ein ebenfalls doppelt aufgeladene Dreiliter-Sechszylinder im 740i, der mit 326 PS auch nicht gerade schwach auf der Brust ist. Einziges Diesel-Triebwerk ist der 245 PS starke Sechszylinder-Common-Rail-Selbstzünder, der den 730d anschiebt. Verwaltet wird die Kraft in allen Fällen von einer Sechsgang-Automatik. Außerdem immer mit an Bord: die Efficient-Dynamics-Spritsparmaßnahmen (Bremsenergie-Rückgewinnung und intelligente Steuerung der Nebenaggregate).
Auf Wunsch lenkt die Hinterachse mit

Bild: Werk
So lief die 7er-Premierenfeier im neuen BMW Museum in München
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