Ex-Verkehrsminister von Griechenland verurteilt
Bewährungsstrafe für Liapis

Viele Griechen müssen noch die Kfz-Steuer nachzahlen. Schlechtes Vorbild für seine Landsleute war ausgerechnet Ex-Verkehrsminister Liapis. Um Steuern zu umgehen, fuhr er mit gefälschten Kennzeichen. Dafür wurde er jetzt verurteilt.
- Jonathan Blum
Jedes Land hat seine Steuersünder. Doch manchmal wird es wirklich skurril, wie im Fall des ehemaligen griechischen Verkehrsministers Michalis Liapis (Minister von 2004 bis 2007). Im August 2013 hatte er die Kennzeichen für seinen VW Touareg V8 abgegeben und damit das Auto abgemeldet, da eine Luxus-Steuer zusätzlich zur Kfz-Steuer drohte.

Der beschlagnahmte VW Touareg des Politker: Hier schon ohne die gefälschten Kennzeichen.
Bild: dpa
Last-Minute-Steuerzahler werden gelobt
Am 31. Dezember standen viele Griechen in langen Schlangen vor den Zahlstellen für die Kfz-Steuer an, um noch rechtzeitig zu bezahlen. Der Andrang auf Finanzämter, Post- und Bankfilialen war so groß, dass längst nicht alle willigen Steuerzahler abgefertigt werden konnten. Deshalb wurde die Frist kurzerhand verlängert: Bis zum 7. Januar haben die Steuerschuldner also noch Zeit. Eigentlich war eine Fristverlängerung kategorisch ausgeschlossen worden. Das griechische Finanzministerium nannte den Ansturm "lobenswert".
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