Diskussionen in der Extreme E! Nach dem heftigen Unfall zwischen Johan Kristoffersson (30/Team Rosberg X Racing) und Carlos Sainz (60/Acconia Sainz XE) macht der Rallye-Doppelweltmeister und Dakar-Sieger seinem Konkurrenten schwere Vorwürfe.
„Glücklicherweise sind alle medizinischen Checks okay gewesen und ich wurde aus dem Hospital entlassen, obwohl ich ziemlich viele Schmerzen habe“, schreibt der Vater von Ferrari-Star Carlos Sainz auf Twitter.
„Deshalb bin ich auch sehr enttäuscht von dem, was auf der Strecke passiert ist und noch mehr, dass es dafür nur eine 30-Sekunden-Strafe gab. In mehr als 40 Jahren Motorsport war das eine der gefährlichsten Aktionen, die ich erlebt habe, ohne dass es dafür eine exemplarische Strafe gab.“
Nach dem Unfall zwischen Johan Kristoffersson und Carlos Sainz gehen die Diskussionen in der Extreme E weiter.

Was war passiert? Beim Finale des Extreme-E-Rennens auf dem Militär-Übungsplatz auf Sardinien erwischte Sainz einen guten Start und schob sich an die Spitze. Bei der Zusammenführung der verschiedenen Start-Routen raste Sainz plötzlich Tür an Tür mit Kristoffersson. Es kam zur Kollision, die von den Kameras allerdings nur unvollständig eingefangen wurde.
Fakt ist: Sainz überschlug sich heftig und blieb auf dem Dach liegen. Der Spanier konnte das bis zu 540 PS starke Extreme-E-Elektro-SUV zwar aus eigener Kraft verlassen, war aber sichtlich angeschlagen. Das Team Rosberg wurde mit 30 Strafsekunden belegt und fiel von Platz eins auf Rang drei zurück.
„Carlos und ich haben es beide versucht und hatten einen unglücklichen Kontakt“, rekapituliert Kristoffersson, „was wirklich schade war, aber ich bin froh, dass es ihm gut geht.“ Auch Teamchef Kimmo Liimatainen betont: „Es war ein unglücklicher Rennunfall.“
Allein: Sainz senior hat mit seinem Tweet einen Nerv getroffen. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem retweetete den Post und versprach: „Wir werden uns den Report (der Stewards; d. Red.) noch einmal anschauen und mit unserer Sicherheitsabteilung darüber diskutieren.“
Viel Zeit bleibt aber nicht: Schon morgen geht es mit dem zweiten Teil des Island X Prix auf Sardinien weiter. ProSieben Maxx überträgt am Sonntag ab 13 Uhr.

Von

Bianca Garloff