Extreme E

Extreme E: Vorschau Senegal

Zu extrem? Button gibt schon auf

Die Extreme E begibt sich am zweiten Rennwochenende auf die Spuren der Rallye Dakar. Jenson Button wirft bereits das Handtuch.
Es ist ein Dreikampf zwischen drei Formel-1-Weltmeistern. Nico Rosberg, Lewis Hamilton und Jenson Button haben in der Extreme E eigene Rennställe im Einsatz. Button ist den Offroad-Elektro-SUV beim Auftakt in Saudi-Arabien noch selbst gefahren. Jetzt konzentriert sich der F1-Champion von 2009 auf seine Rolle als Teamchef.
Button erklärt: „Ich habe im Team zwei Funktionen und bin auch Teamchef. Als solcher kann ich mir die Chance, Kevin Hansen zu verpflichten, nicht entgehen lassen.“
Kevin Hansen war 2016 Rallycross-Europameister, ist der Bruder von United Andretti-Pilot Timmy Hansen und vor allem: Der Schwede war auch in die Entwicklung des in der Extreme E eingesetzten Odyssey 21 involviert, absolvierte schon 2019 als einer der ersten einen Test.
PS-Drosselung bleibt vorerst
Eine Chance als Teamchef, ja. Die Wahrheit ist aber auch: Gegen solche Cracks kann Button am Steuer eben nicht mithalten. Zwar rangiert das JBXE-Team derzeit auf Rang sechs der Tabelle, aber der Brite war klar langsamer als Rallyestars wie Sébastien Loeb oder Johan Kristoffersson. Die Extreme E ist eben wirklich extrem.

Das Team von Nico Rosberg führt in der Extreme E

©Extreme E

In Saudi-Arabien hat die Rennserie die Leistung nach dem ersten Tag von 320 auf 225 kW reduziert – also von 435 auf 306 PS. Der Grund waren aber nicht die schweren Unfälle von Claudia Hürtgen und Stéphane Sarrazin, die sich spektakulär überschlugen. Stattdessen lief die Batterie von Williams Advanced Engineering, einer Zweigfirma des Formel-1-Teams, zu heiß.
„Williams arbeitet aber schon an einer Lösung“, verspricht Serienchef Alejandro Agag. Trotzdem: In Senegal wird es bei der reduzierten Leistung bleiben.
X Prix in den Alpen?
Der Unterschied ist sowieso kaum spürbar: In Saudi-Arabien waren die Rundenzeiten am zweiten Tag mit weniger PS schneller als an Tag eins. Höchstgeschwindigkeiten von 200 km/h sind mit dem Odyssey 21 möglich. Nur zum Vergleich: Bei der Rallye Dakar, der berühmtesten aller Wüstenrallyes, wird schon ab 180 km/h abgeriegelt.
Der Vergleich mit der Dakar ist vor dem Ocean X Prix am Wochenende passender denn je: Denn über Jahre endete die Königin der Wüstenrallyes stets in der senegalesischen Hauptstadt Dakar.
Die Favoriten sind dieselben wie in Saudi-Arabien: also das Team Rosberg mit Johan Kristoffersson und Molly Taylor, das XE44-Team von Lewis Hamilton mit Sébastien Loeb und Cristina Gutierrez sowie das United Andretti-Team mit Timmy Hansen und Catie Munnings.
Interessant für deutschsprachige Fans: Weil die Extreme-E-Rennen im Amazonas (23./24. Oktober) und in Patagonien (11./12. Dezember) auf der Kippe stehen, könnte es einen Ersatz X Prix in den Alpen geben! Noch heißt es von den Serienbetreibern, dass der ursprüngliche Kalender durchgezogen werden soll. Doch die Coronapandemie macht Reisen nach Südamerika derzeit fast unmöglich. Daher werden entsprechende Pläne geschmiedet. Noch sind es Ersatzpläne. Noch.
Den Ocean X Prix überträgt Pro7 Maxx am Sonntag ab 16 Uhr. Das Finale steigt um 17.15 bis 17.30 Uhr.

Fotos: Extreme E

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.