Es ist alles da: kreischender Motorsound, Schaltpaddels am Lenkrad, Carbon-Flügel am Heck. Das gehört sich ja wohl auch so, für Sebastian Vettels Auto. Nein, nicht sein Formel-1-Bolide, sondern sein persönlicher Dienstwagen. Seit Jahren fährt Vettel einen Infiniti FX. "Tolles Auto", schwärmt er. Muss er ja sagen, er ist Markenbotschafter der Japaner. Um dann nachzuschieben: "Könnte nur ein bisschen mehr Dampf vertragen".

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Infiniti FX Vettel Edition
Brabus-Tochter CRD hat dem Infiniti FX 420 PS verpasst.
Bild: Toni Bader
Er hat bei Infiniti Gehör gefunden. Bei Brabus-Tochter CRD haben sie einen der SUVs umbauen lassen. Der leistet jetzt 420 PS (plus 30), ist für eine bessere Straßenlage tiefergelegt, mit Carbonzierteilen an Karosserie und Innenraum verfeinert und an Dachhimmel und Sitze mit schickem Alcantara bezogen. Steht dem FX ausgezeichnet. Und fährt auch prima. Schon beim Start knurrt der Fünfliter-V8 böse, brabbelt sich das Drehzahlband empor um kurz vor dem Begrenzer laut zu kreischen. Und weil 250 km/h Spitzengeschwindigkeit für Formel-1-Weltmeister viiiiiel zu langsam sind, darf die Sebastian Vettel-Edition 50 Sachen schneller fahren. Selbst die Straßenlage geht angesichts des hohen Gewichts von über zwei Tonnen in Ordnung.

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Infiniti FX Vettel Edition
Vorsicht Carbon! Der Vettel-Bomber darf nur per Hand gewaschen werden.
Bild: Toni Bader
Also alles prima? Nicht ganz. Als Fahrer erntest Du enttäuschte Gesichter, wenn dem weißen Japaner statt Herrn Vettel ein Niemand entsteigt. Und: Abgeben mussten wir den FX auch wieder – der dreifache Weltmeister wollte ihn dann doch gerne wiederhaben, als er nach der Titelverteidigung aus Brasilien wieder nach Hause in die Schweiz kam. Immerhin können sich im nächsten Jahr 200 Infiniti-Fahrer wie Vettel fühlen – die Nissan-Tochter will eine Kleinserie auflegen. 50 davon sind für Europa bestimmt.