Fahrbericht Porsche Boxster Spyder
Erste Ausfahrt mit dem Diät-Boxster

Der Porsche Boxster Spyder wiegt gerade mal 1275 Kilo – und sprintet dank 320 PS locker auf 267 km/h. Mit geschlossenem Verdeck ist allerdings schon bei Tempo 200 Schluss. Erster Fahrbericht.
- Axel F. Busse
Porsche belebt eine Legende neu. Die Zuffenhauser legen den Spyder neu auf, haben dem Boxster eine Diät verpasst. Die Gewichtsreduzierung hat allerdings ihren Preis. Ein solides Einkommen sollte also schon haben, wer den jüngsten Spross der Porsche-Familie fahren will. Genauso wie der 550er Spyder, mit dem das Leinwand-Idol James Dean 1955 tödlich verunglückte, ist er deutlich teurer als der Serien-Boxer und kostet mindestens 63.404 Euro. Der Boxster Spyder kommt im Februar 2010 auf den Markt und hat einen Sechszylinder-Boxermotor mit 320 PS. Warum nicht mehr, wenn es doch so sportlich zugehen soll? Weil es um Leichtigkeit und unverfälschtes Fahrerlebnis geht, sagt der Hersteller. 80 Kilogramm wurden gegenüber dem herkömmlichen Boxster eingespart. Tür und Haube sind aus Aluminium, dazu ein hauchdünnes Tuch als Verdeck und Verzicht auf Komfort. Nach der Schlankheitskur wiegt der Spyder 1275 Kilo, ein drahtiger Kämpfer und der leichteste Porsche im Programm.
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Bild: Werk
Leicht bedeudet auch sparsam
Wer auf Krawall gebürstet ist, der bestellt am besten die Sportauspuffanlage. Sie verhilft zur angemessenen Klangkulisse, das Gaspedal wird zum Soundgenerator. Bei soviel Kurzweil aus Längs- und Querbeschleunigung kann man leicht vergessen, dass Autofahren auch noch einen wirtschaftlichen Aspekt hat. Sicher, ein paar Sportwagen wird es geben, die noch etwas rasanter, bissiger, schneller und puristischer sind. Aber kommen die auch mit 9,3 Litern je 100 Kilometer aus?
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