Falschparker im Visier
Diese Städte führen die Anzeige-Statistik an!

Handyparkwächter auf dem Vormarsch: Wir enthüllen die Top 3 der Städte mit den meisten Meldungen und das Bundesland mit der Spitzenposition!
Bild: iStock.com/georgeclerk
- Lukas Bruckmann
Niclas Matthei, besser bekannt als der Anzeigenhauptmeister, erlangte durch eine Spiegel-Reportage in den vergangenen Wochen deutschlandweit Bekanntheit. Der Grund: Der 18-Jährige zeigt in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne Falschparkende an. Die Hessische / Niedersächsische Allgemeine (HNA) zählt nun die Städte auf, in denen am meisten falsch parkende Fahrzeugen angezeigt werden. Hamburg ist dabei zahlenmäßig Spitzenreiter. Wenn man allerdings die Einwohnerzahl der Städte einrechnet und in Relation mit der Anzahl der Anzeigen setzt, kommt eine neue Nummer 1 dabei heraus: Frankfurt am Main.
Hessen an der Spitze
In den vergangenen fünf Jahren wurden 12,14 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger aus Frankfurt von Privatpersonen wegen Falschparkens angezeigt, berichtet die HNA und beruft sich dabei auf das Portal meersburg24.de. Die Daten dieser Rechnung stammen von weg.li, einer Webseite, bei der jeder die Möglichkeit hat, Falschparkende zu melden.
Auch Niclas Matthei nutzt sie. Hessen scheint eine Anzeigenhauptmeister-Hochburg zu sein, denn auf Platz 2 liegt Darmstadt. Dort wurden 10,84 Prozent der Autohalterinnen und -halter via weg.li schon einmal angezeigt. Auf Platz 3 schafft es Hamburg. Zwar wurden dort die meisten Menschen wegen unerlaubtem Parken gemeldet; gerechnet auf die Einwohnerzahl betrifft das allerdings nur 6,7 Prozent aller Autofahrenden in Hamburg.
Frankfurt mit eigenem Melde-Portal
Frankfurt am Main erkannte anscheinend den Trend und veröffentlichte kürzlich ein eigenes Portal, über das Privatpersonen "Verstöße im ruhenden Verkehr" melden können. Ein digitales Formular, das mobil per Smartphone ausgefüllt werden kann, dient als Alternative zur vom Anzeigenhauptmeister bevorzugten Webseite weg.li. "Wir versprechen uns von dem neuen Online-Portal eine deutliche Entlastung der Mitarbeitenden und eine beschleunigte Bearbeitung der Anzeigen", sagt Frankfurts Sicherheitsdezernentin Annette Rinn. In den beiden vergangenen Jahren wurden laut Rinn jährlich circa 54.000 gestellt. Hierdurch seien insgesamt 1,75 Millionen Euro für den Haushalt erwirtschaftet worden.
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