Ferien 2024: ADAC nennt Tage mit viel Stau
Welche Zeit Autofahrer für die Fahrt in den Urlaub meiden sollten

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- Manuel Bauer
Während vereinzelte Bundesländer wie Sachsen oder Thüringen bereits seit Juni 2024 die Sommerferien zelebrieren, beginnt die Urlaubssaison für den größten Teil der Bundesrepublik erst zwischen Mitte Juli und Anfang August. Dann klemmen sich wieder Millionen Deutsche hinters Steuer, um mit dem Auto die schönsten Urlaubsregionen Europas anzusteuern.
Das führt alljährlich zu gigantischen Blechlawinen auf den hiesigen Autobahnen und verhagelt einem Großteil der Reisenden die Urlaubsstimmung gleich zum Auftakt. Obwohl die Ferien in den meisten Bundesländern an unterschiedlichen Terminen beginnen, gibt es kritische Überschneidungen. Während dieser Zeiten sind die Chancen am größten, in einen gigantischen Stau zu kommen.
Der ADAC hat sich einen Überblick über die Lage verschafft und jene Tage identifiziert, an denen Sie besser nicht die Fahrt in den Urlaub antreten sollten. Konkret dreht es sich dabei stets um die Wochenenden. Laut Bericht entfielen in den vergangenen Jahren rund die Hälfte aller Wochenendstaus auf den Freitag und je ein Viertel auf Samstag und Sonntag.
Die Fachleute des ADAC befürchten für 2024 eine noch stärkere Reisewelle als im Vorjahr. Bereits 2023 kam es während der Ferienzeit zu 43.000 Staus auf deutschen Autobahnen. Wie groß die Gefahr ist, in einen Stau hineinzugeraten, hängt immer auch davon ab, wohin die Fahrt geht.
Stau vor allem Richtung Meer und Süden
Vom 12. bis 14. Juli etwa beginnen in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in den mittleren Regionen der Niederlande die Ferien. Zudem läuft die zweite Reisewelle in Nordrhein-Westfalen an. Dann wird es laut ADAC vor allem Richtung Nord- und Ostsee sowie gen Süden eng auf den Autobahnen. Ähnlich verhält es sich vom 19. bis zum 21. Juli, wenn Menschen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und den nördlichen Niederlanden ans Meer oder in die Berge wollen. Dann staut es sich neben Ost- und Nordsee vor allem Richtung Alpen, Italien und Kroatien.
Vom 26. bis 28. Juli machen sich Bayern und Baden-Württemberg auf die Socken und verstopfen die Straßen Richtung Österreich, Schweiz, Italien, Slowenien und Kroatien. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich alle Bundesländer parallel in den Sommerferien, allerdings enden die in Thüringen bereits wieder, sodass auch die ersten Reiserückkehrer unterwegs sind. Das macht sich laut ADAC vom 2. bis 4. August 2024 bemerkbar.
Dann folgt nicht nur die zweite Reisewelle aus Süddeutschland, sondern auch das Ferienende für Niedersachsen, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Wer dann gen Norddeutschland möchte, der muss wohl oder übel ein paar Stunden in langen Autoschlangen verbringen.
Ab August starten die Rückreisewellen
Vom 16. bis zum 18. August 2024 kehren Reisende aus Nordrhein-Westfalen und den südlichen Niederlanden zurück in die Heimat. Fahren Sie an diesen Tagen aus dem Süden oder von Nord- oder Ostsee Richtung NRW, wird's kuschelig auf den Autobahnen. Vom 23. bis 25. August bereiten sich Urlauberinnen und Urlauber aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und den mittleren Niederlanden mental auf die Rückkehr in den Arbeits- und Schulalltag vor. Wer seine Auszeit in Österreich, der Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien oder an Nord- und Ostsee verbracht hat, der bekommt auf der Heimreise eine Menge Zeit, um bereits den nächsten Urlaub zu planen.
Ein ähnliches Schicksal blüht Ihnen, wenn Sie zwischen dem 30. August und dem 1. September aus dieser Richtung kommen und zurück nach Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Hamburg möchten. Zu guter Letzt zuckeln vom 6. bis zum 8. September die Bayern und die Schwaben wieder in die Heimat und kommen sich dabei auf der Autobahn näher, als ihnen lieb sein dürfte.
Wollen Sie das Stau-Drama umgehen, sollten Sie laut ADAC stets zwischen Montag und Donnerstag reisen und den Berufsverkehr am Morgen und am Abend meiden. Die meisten Staus treten auf der A1, der A3, der A7, der A8, der A9 und der A99 auf. Bei der Routenplanung sollten Sie auch Baustellen berücksichtigen, von denen es dem ADAC zufolge aktuell mehr als 1000 gibt.
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