Ferrari/Chevrolet/McLaren: V8-Vergleich
Legenden unter sich

Hinterradantrieb und Achtzylinder sind ihr gemeinsamer Nenner, ab da trennen sich ihre Wege. Im Vergleich: Chevrolet Corvette 427 Convertible, Ferrari 458 Spider und McLaren MP4-12C Spider.
Bild: Ronald Sassen
- Frank Wiesmann
Die Corvette hämmert seit 1955 mit dem Heart of Rock and Roll namens Small-Block-V8. In der 427 Convertible misst sein Hubraum satte sieben Liter, weil die Chevy-Jungs zur Ruhestandsparty der sechsten Generation schlussendlich doch aufgelegt haben, was sie vor wenigen Jahren noch aus Steifigkeitsgründen kategorisch ausschlossen – eine Art Z06 Cabrio. Ferraris F1-Erzrivale McLaren stürmt derweil mit dem MP4-12C Spider auf die Bühne. Bereits auf dem Papier profitieren die Briten von der Gunst der späten Geburt, konnten den ärgsten Konkurrenten genauestens durchleuchten. Entsprechend gerüstet treten sie an, markieren mit 625 PS die Leistungsspitze im Trio.

Obwohl Abmessungen und Gewicht der Konkurrenz ähneln, wirkt die Vette am massigsten.
Bild: Ronald Sassen

Der MP4-12C Spider wiegt aufgrund des Carbon-Monocoque nur 59 Kilogramm mehr als das Coupé.
Bild: Sassen

Der 458 Spider belastet die Waage mit 1.552 Kilo – das Coupé wiegt gemessene 1505.
Bild: Ronald Sassen
Fazit
Leichtfüßiges Handling, phänomenaler Klang sowie die athletische Kombination von Motor und Getriebe finden im hochemotionalen 458 Spider zueinander, der sich nicht mal im Komfort- oder Kostenkapitel eine Blöße gibt. Spielt Geld keine Rolle, die Performance aber umso mehr, ist der pfeilschnelle, ebenfalls alltagstaugliche, aber auch steriler wirkende McLaren erste Wahl. Die preiswerte Corvette verlangt deutlich mehr Kompromisse, ist aber aufgrund ihres hemdsärmelig-ehrlichen Charakters ungemein liebenswert – und konkurrenzfähig.
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