Zu viel PS, zu wenig Grip: Ein Mann aus Frankfurt am Main hat kürzlich mit seinem Ferrari Purosangue einen Unfall mit teuren Folgen gebaut. Der silberne Mega-Flitzer mit mehr als 700 PS geriet in den Gegenverkehr und rauschte in einen entgegenkommenden Mitsubishi.
Kurios dabei: Die Polizei geht nicht davon aus, dass der 36 Jahre alte Fahrer auf der verschneiten Straße zwischen Tanne und Elend im Landkreis Harz zu schnell unterwegs war, sondern dass der Purosangue schlicht zu viel Beschleunigung hatte.

Ferrari Purosangue mit V12-Motor und 725 PS

Selbst schuld mit einem Ferrari im Schnee? Nun, der Purosangue ("Vollblut") ist ein SUV, macht aber Ferrari trotzdem alle Ehre, auch wenn er vier Türen hat. Ein V12-Motor mit 533 kW/725 PS, der ein maximales Drehmoment von bis zu 716 Nm bereitstellt, sorgt für den Vortrieb. Er sprintet von 0 auf 100 km/h in 3,3 Sekunden und schafft über 310 km/h.
Der Fahrer hatte in einer Rechtskurve die Kontrolle über seinen Sportwagen verloren, dabei geriet er ins Schlingern. Die bittere Folge war der Zusammenprall mit einem Mitsubishi, der danach auch noch in den Straßengraben schleuderte.
Bei dem Unfall wurde der 60 Jahre alte Fahrer des Mitsubishi leicht verletzt. Er musste von Sanitätern zur ambulanten Behandlung in das Harzklinikum Quedlinburg gebracht werden.
Glücklicherweise blieben der Fahrer des Ferrari und zwei weitere Insassen unverletzt, erlitten jedoch einen Schock. Am Luxuswagen, den die Polizei auf einen Wert von 400.000 Euro schätzt, entstand ein Schaden von rund 50.000 Euro. Der Schaden am Mitsubishi wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt.
Dass der Ferrari-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, glaubt die Polizei nicht. "Das würde den Zeugenaussagen vor Ort widersprechen", sagte ein Polizeisprecher der Bild-Zeitung. Stattdessen lautet die Analyse: "Zu viel PS, zu wenig Grip."
Die genaue Unfallursache wird nun untersucht. Gegen den Ferrari-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet, wie es hieß.