Verspätete Rettungsaktion für einen Fiat 125 S: Das Auto lag auf dem Grund eines Wasserlochs nahe des Happinger-Au-Sees bei Rosenheim (Bayern). Wie BILD berichtet, haben die Rosenheimer Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW) das Wrack mehr als 45 Jahre nach der Versenkung nun geborgen.
Hintergrund: 2022 wurde der kleine Italiener zufällig während eines Rettungseinsatzes entdeckt. Wie das Auto seinen Weg ins Wasser fand, bleibt allerdings ein Geheimnis.
Fiat 125 S aus See geborgen
Der Fiat 125 S lag über 40 Jahre auf dem Grund eines Sees – bis er per Zufall gefunden wurde.
Bild: Freiwillige Feuerwehr Rosenheim

Klar ist nur: Das vollkommen mit Schlamm bedeckte Fahrzeug war einst rot lackiert und trägt ein Rosenheimer Nummernschild. Darauf ein TÜV-Stempel aus dem Jahr 1978. Sogar der Besitzer ist bekannt. Allein: Er kann das Rätsel um den versunkenen Fiat nicht mehr lösen: "Er ist bereits verstorben", verrät Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Ölsperren gegen Umweltschäden

Der Fiat 125 wurde 1967 als luxuriöse Mittelklasse-Limousine in Dienst gestellt. Der 1,6-Liter-Motor leistete für damalige Verhältnisse sportliche 90 PS und besaß zwei im Zylinderkopf liegende Nockenwellen, die durch einen Zahnriemen angetrieben wurden. Die S-Variante hatte noch einmal zehn PS mehr vorzuweisen und wurde bis 1972 in Turin produziert. Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h.
Damit der geborgene Fiat in den Gewässern rund um Rosenheim keine Umweltschäden hinterlässt, hat die Feuerwehr sicherheitshalber Ölsperren ausgelegt.