Stellantis stellt auf dem Caravan Salon 2025 ein Gefährt vor, das so noch nie auf der Straße war: den Fiat Ducato Back2Back. Der Transporter mit zwei verbundenen Fahrerhäusern kann theoretisch in beide Richtungen fahren kann – denn jede Hälfte hat ihren eigenen Motor und ein eigenes Getriebe. (Alle Infos zum Caravan Salon 2025.)

Zwei Fahrerhäuser, zwei Motoren

Im Doppel-Ducato arbeitet gleich zweimal der bekannte 2,2-Liter-Multijet-Diesel mit 180 PS (132 kW), gekoppelt an eine Achtgang-Wandlerautomatik und Vorderradantrieb. Wer will, könnte den Wagen also mal aus der einen Kabine heraus steuern, mal aus der anderen – solange die jeweils andere Seite im Leerlauf bleibt.

Spezielles AL-KO-Fahrgestell mit Drehstabfederung

Doch was aussieht wie ein Scherz, hat einen klaren Nutzen: Wenn der Fiat Ducato Back2Back seinen Bestimmungsort erreicht hat, werden die Kabinen voneinander getrennt und dienen als Basis für aufwendige Wohnmobil-Umbauten. Dafür sorgt ein spezielles AL-KO-Fahrgestell mit Drehstabfederung, das bis zu 4,4 Tonnen Gesamtgewicht erlaubt – ideal für große Campingausbauten mit durchgehend ebenem Boden.
Fiat Ducato Camper-Version
Hier fährt der Ducato schon als Camper – ursprünglich kommt er als reines Fahrerhaus vom Band.
Bild: Stellantis
Die Ausstattung ist auf Camper zugeschnitten: elektrische Servolenkung, ESP mit Antriebsschlupfregelung und Berganfahrhilfe, Tempomat, beheizte Spiegel und USB-Anschlüsse. Besonders beliebt sind die drehbaren Captain's Chairs, die sich zum Esstisch schwenken lassen. Sein Messedebüt feiert der Back2Back auf dem Caravan Salon 2025 in Düsseldorf – dort sorgt er garantiert für Aufsehen.

Und warum das Ganze?

Die große Frage bleibt: Warum zwei Kabinen Rücken an Rücken? Die Antwort ist schlicht und nüchtern: einfacherer Transport. Ohne Hinterachse und Rahmenstück müsste jede Kabine einzeln bewegt oder geschleppt werden. Mit der Back2Back-Lösung lassen sich gleich zwei Fahrerhäuser auf eigener Achse transportieren. Kurios anzusehen, aber enorm praktisch.